Feste Termine, Pausen und Arbeitszeit sind bekannt.
ALPEN Method
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Kalender, Aufgabenliste, Dauerschätzungen und kurze Ist-Zeit-Notizen.
Planende Person; für Delegation oder Terminänderungen die betroffenen Personen einbeziehen.
Kalender, offene Zusagen und Aufgabenliste zusammenführen; verfügbare Arbeitszeit ohne Pausen ermitteln.
5–10 Minuten Planung und kurze Nachkontrolle; tägliche Praxis
Tagesliste neben dem Kalender öffnen; geplante und freie Zeit sichtbar trennen und Platz für Ist-Zeiten lassen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Aufgaben passen heute einschließlich realistischer Puffer in meine verfügbare Zeit?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Die Tagesplanung nach Lothar Seiwert verbindet Aufgaben notieren, Länge schätzen, Puffer einplanen, Entscheidungen treffen und Nachkontrolle. Die fünf Buchstaben bilden einen täglichen Lernzyklus zwischen Planung und tatsächlichem Aufwand.
ALPEN Method · Arbeitsvorlage
Fiktives Beispiel
Die Tagesplanung nach Lothar Seiwert verbindet Aufgaben notieren, Länge schätzen, Puffer einplanen, Entscheidungen treffen und Nachkontrolle. Die fünf Buchstaben bilden einen täglichen Lernzyklus zwischen Planung und tatsächlichem Aufwand.
A: Aufgaben
Welche Aufgaben, Termine und Zusagen stehen heute an?
Fiktiv: Angebot schreiben, Kundengespräch, Rechnungen, Ablage.
L: Länge
Welche Dauer hat jede Aufgabe einschließlich notwendiger Vorbereitung?
Angebot 120, Gespräch 60, Rechnungen 60, Ablage 90 Minuten: 330 Minuten.
P: Puffer
Wie viel Arbeitszeit ist verfügbar und wie viel bleibt frei?
400 Minuten ohne Pausen; 240 Minuten geplant und 160 Minuten Puffer.
E: Entscheidungen
Was passt in die Planungskapazität und was wird bewusst geändert?
Angebot, Gespräch und Rechnungen bleiben; 90 Minuten Ablage werden verschoben.
N: Nachkontrolle
Was wurde erledigt, wie lange dauerte es und was folgt für morgen?
Angebot 140, Gespräch 60, Rechnungen 50, Störungen 80 Minuten. 330 von 400 Minuten genutzt; Angebot künftig höher schätzen.
Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.
- 1
A: Aufgaben
A: Aufgaben notieren

Ziel
Vollständige Tagesliste
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Kalender
- Aufgaben und Zusagen
Durchführung
- Aufgaben, Termine und unerledigte Zusagen für den Tag sammeln; jede Aufgabe mit einem sichtbaren Ergebnis benennen.
- Große Aufgaben in heute bearbeitbare Teile zerlegen.
Ergebnis
Tagesliste
Sind Termine und übertragene Aufgaben mit erfasst?
Qualitätscheck
Sind Termine und übertragene Aufgaben mit erfasst?
Stolperfalle
Unsichtbare Routinen fehlen in der Liste. Kalender und wiederkehrende Verpflichtungen ergänzen.
Zeitlicher Rahmen: 1–2 Minuten
- 2
L: Länge
L: Länge schätzen

Ziel
Aufwandsbilanz
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Tagesliste
- Frühere Ist-Zeiten
Durchführung
- Für jede Aufgabe den Aufwand in Minuten schätzen und feste Termine mitrechnen.
- Bei Unsicherheit einen Schätzbereich und die entscheidende Abhängigkeit notieren.
Ergebnis
Aufwände
Passen Schätzungen zu ähnlichen erledigten Aufgaben?
Qualitätscheck
Passen Schätzungen zu ähnlichen erledigten Aufgaben?
Stolperfalle
Wunschdauer ersetzt Aufwand. Frühere Ist-Zeiten nutzen oder die Aufgabe kleiner schneiden.
Zeitlicher Rahmen: 1–2 Minuten
- 3
P: Puffer
P: Puffer einplanen

Ziel
Realistische Planungskapazität
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Verfügbare Arbeitszeit
- Aufwandsbilanz
Durchführung
- Einen Teil der verfügbaren Zeit frei lassen; 60 % Planung und 40 % Puffer sind eine anpassbare Ausgangsregel.
- Den Puffer anhand bisheriger Unterbrechungen kalibrieren.
Ergebnis
Kapazität
Ist der Puffer tatsächlich unverplant?
Qualitätscheck
Ist der Puffer tatsächlich unverplant?
Stolperfalle
Puffer ist mit Zusatzaufgaben belegt. Zusatzaufgaben in eine optionale Liste verschieben.
Zeitlicher Rahmen: 1–2 Minuten
- 4
E: Entscheiden
E: Entscheidungen treffen

Ziel
Verbindlicher Tagesplan
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Planungskapazität
- Prioritäten und Fristen
Durchführung
- Wichtige Ergebnisse auswählen und die geplante Dauer auf die verfügbare Planungskapazität begrenzen.
- Überhang streichen, delegieren oder neu terminieren; Zusagen mit Betroffenen abstimmen.
Ergebnis
Tagesplan
Passt die Summe der Zusagen einschließlich Puffer?
Qualitätscheck
Passt die Summe der Zusagen einschließlich Puffer?
Stolperfalle
Alles erhält dieselbe höchste Priorität. Nach Folgen einer Verschiebung entscheiden und Konflikte offen verhandeln.
Zeitlicher Rahmen: 1–2 Minuten
- 5
N: Nachkontrolle
N: Nachkontrolle

Ziel
Lernnotiz für den nächsten Tag
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Tagesplan
- Ist-Zeiten und Unterbrechungen
Durchführung
- Am Tagesende Erledigtes und Ist-Dauer prüfen; Abweichungsgründe notieren und Reste bewusst neu entscheiden.
- Den Puffer und künftige Schätzungen anhand dieser Beobachtungen anpassen.
Ergebnis
Lernnotiz
Wurde aus Abweichungen eine konkrete Anpassung abgeleitet?
Qualitätscheck
Wurde aus Abweichungen eine konkrete Anpassung abgeleitet?
Stolperfalle
Offene Aufgaben werden täglich blind übertragen. Relevanz, Aufgabengröße und Zusage erneut prüfen.
Zeitlicher Rahmen: 2–5 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Tagesplan mit Aufgabe, geschätzter Dauer, geschütztem Puffer, Prioritätsentscheidung und Ist-Abgleich.
Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.
- Papier und Kalender
- Aufgaben-App mit Dauern
- Tabellenblatt für Plan und Ist
alpen-method-working-template.md
Kalender, offene Zusagen und Aufgabenliste zusammenführen; verfügbare Arbeitszeit ohne Pausen ermitteln.
ALPEN Method: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Gesamter Durchlauf Zeit: 5–10 Minuten Planung und kurze Nachkontrolle; tägliche Praxis
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Kalender, Aufgabenliste, Dauerschätzungen und kurze Ist-Zeit-Notizen.
- Rollen: Planende Person; für Delegation oder Terminänderungen die betroffenen Personen einbeziehen.
- Vorab-Infos: Kalender, offene Zusagen und Aufgabenliste zusammenführen; verfügbare Arbeitszeit ohne Pausen ermitteln.
- Gesamter Zeitbedarf: 5–10 Minuten Planung und kurze Nachkontrolle; tägliche Praxis
- Setup: Tagesliste neben dem Kalender öffnen; geplante und freie Zeit sichtbar trennen und Platz für Ist-Zeiten lassen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
A: Aufgaben: A: Aufgaben notieren
- Kalender
- Aufgaben und Zusagen
L: Länge: L: Länge schätzen
- Tagesliste
- Frühere Ist-Zeiten
P: Puffer: P: Puffer einplanen
- Verfügbare Arbeitszeit
- Aufwandsbilanz
E: Entscheiden: E: Entscheidungen treffen
- Planungskapazität
- Prioritäten und Fristen
N: Nachkontrolle: N: Nachkontrolle
- Tagesplan
- Ist-Zeiten und Unterbrechungen
ALPEN Method · Arbeitsvorlage
A: Aufgaben
Welche Aufgaben, Termine und Zusagen stehen heute an?
...
L: Länge
Welche Dauer hat jede Aufgabe einschließlich notwendiger Vorbereitung?
...
P: Puffer
Wie viel Arbeitszeit ist verfügbar und wie viel bleibt frei?
...
E: Entscheidungen
Was passt in die Planungskapazität und was wird bewusst geändert?
...
N: Nachkontrolle
Was wurde erledigt, wie lange dauerte es und was folgt für morgen?
...
Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.
Deutsche Umweltakademie: ALPEN-Methode
A: Aufgaben: A: Aufgaben notieren
Erwartetes Artefakt: Tagesliste
Sind Termine und übertragene Aufgaben mit erfasst?
Eintrag:
...
- Sind Termine und übertragene Aufgaben mit erfasst?
L: Länge: L: Länge schätzen
Erwartetes Artefakt: Aufwände
Passen Schätzungen zu ähnlichen erledigten Aufgaben?
Eintrag:
...
- Passen Schätzungen zu ähnlichen erledigten Aufgaben?
P: Puffer: P: Puffer einplanen
Erwartetes Artefakt: Kapazität
Ist der Puffer tatsächlich unverplant?
Eintrag:
...
- Ist der Puffer tatsächlich unverplant?
E: Entscheiden: E: Entscheidungen treffen
Erwartetes Artefakt: Tagesplan
Passt die Summe der Zusagen einschließlich Puffer?
Eintrag:
...
- Passt die Summe der Zusagen einschließlich Puffer?
N: Nachkontrolle: N: Nachkontrolle
Erwartetes Artefakt: Lernnotiz
Wurde aus Abweichungen eine konkrete Anpassung abgeleitet?
Eintrag:
...
- Wurde aus Abweichungen eine konkrete Anpassung abgeleitet?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/alpen-method/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
alpen-method-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel
A: Aufgaben: Fiktiv: Angebot schreiben, Kundengespräch, Rechnungen, Ablage.
L: Länge: Angebot 120, Gespräch 60, Rechnungen 60, Ablage 90 Minuten: 330 Minuten.
P: Puffer: 400 Minuten ohne Pausen; 240 Minuten geplant und 160 Minuten Puffer.
E: Entscheidungen: Angebot, Gespräch und Rechnungen bleiben; 90 Minuten Ablage werden verschoben.
N: Nachkontrolle: Angebot 140, Gespräch 60, Rechnungen 50, Störungen 80 Minuten. 330 von 400 Minuten genutzt; Angebot künftig höher schätzen.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- A: Aufgaben notierenUnsichtbare Routinen fehlen in der Liste.In der Phase ansehen
- L: Länge schätzenWunschdauer ersetzt Aufwand.In der Phase ansehen
- P: Puffer einplanenPuffer ist mit Zusatzaufgaben belegt.In der Phase ansehen
- E: Entscheidungen treffenAlles erhält dieselbe höchste Priorität.In der Phase ansehen
- N: NachkontrolleOffene Aufgaben werden täglich blind übertragen.In der Phase ansehen
A: Aufgaben notieren
Unsichtbare Routinen fehlen in der Liste.
Kalender und wiederkehrende Verpflichtungen ergänzen.
L: Länge schätzen
Wunschdauer ersetzt Aufwand.
Frühere Ist-Zeiten nutzen oder die Aufgabe kleiner schneiden.
P: Puffer einplanen
Puffer ist mit Zusatzaufgaben belegt.
Zusatzaufgaben in eine optionale Liste verschieben.
E: Entscheidungen treffen
Alles erhält dieselbe höchste Priorität.
Nach Folgen einer Verschiebung entscheiden und Konflikte offen verhandeln.
N: Nachkontrolle
Offene Aufgaben werden täglich blind übertragen.
Relevanz, Aufgabengröße und Zusage erneut prüfen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

