Meine Session planen
Plane einen konkreten Arbeitsblock mit Agenda, Rollen, Vorbereitung und kopierbarem Ergebnisartefakt.
Session: Assumption Mapping
Der Plan übersetzt die Methode in einen konkreten moderierten Arbeitsblock. Die Eingaben fließen direkt in Session Brief und Arbeitsartefakt.
Methoden-Session mit 2-8. Der Plan nutzt die vorhandene Methodenlogik und das Run Sheet.
Run Sheet- 1
Phase 1: Annahmen sammeln
10-15 minSolo-Schreiben aller Annahmen, die der Initiative zugrunde liegen. Kategorien als Trigger: Desirability (will Nutzer das?), Viability (Geschäftsmodell?), Feasibility (technisch machbar?), Usability (verständlich?). Hinweis: Annahmen explizit als „Wir nehmen an, dass …“ formulieren. Alles, was als Fakt formuliert wird, ist verdächtig - meist auch Annahme. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorAssumption Map - 2
Phase 2: Wichtigkeit bewerten
10 minPro Annahme: wenn falsch, bricht die Initiative? Y-Achse: hoch (Show-Stopper) bis niedrig (verschmerzbar). Stickies in entsprechende Höhe verschieben. Hinweis: Wichtigkeit oft unterschätzt für „Selbstverständlichkeiten“. Pro Annahme fragen: was passiert, wenn das Gegenteil wahr ist? Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorTest Backlog - 3
Phase 3: Unsicherheit bewerten
10 minPro Annahme: wie viel Evidenz haben wir? X-Achse: links (mehrfach validiert) bis rechts (reine Vermutung). Recherche oder vergangene Tests einbeziehen. Hinweis: Eigene Erfahrung ist keine Evidenz für Zielgruppe. Wenn nur „wir glauben das“, dann unsicher (rechts). Validierung durch echte Daten oder Tests senkt Unsicherheit. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorRisk Ranking - 4
Phase 4: Top-Risiken im rechten oberen Quadranten
5-10 minQuadrant oben rechts (kritisch + unsicher) ist der Test-Backlog. Top-3-5 Annahmen daraus für nächste Validierungsrunde priorisieren. Hinweis: Wer 10+ Annahmen im roten Quadranten hat, hat zu viele kritische Unbekannte. Initiative ist zu früh oder Scope zu breit. Aufteilen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorAssumption Map - 5
Phase 5: Tests pro Top-Annahme
10-15 minPro Top-Annahme: Validierungs-Methode (Interview, Survey, Prototype-Test, Fake Door, Konkurrenz-Analyse, Daten-Spike). Erfolgskriterium und Owner. Aufwand-Schätzung. Hinweis: Methode muss zur Annahme passen. Desirability validiert man nicht mit Engineering-Spike. Feasibility nicht mit Survey. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
OwnerTest Backlog - 6
Artefakt veröffentlichen
10 minArtefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
OwnerAssumption Map
Session Brief
Für Einladung, Board, Ticket, PR-Beschreibung oder Workshop-Notiz.
# Session Brief: Assumption Mapping
## Ziel
Artefakt: Assumption Map
## Arbeitsfrage
Welche Annahmen müssen wir zuerst validieren, weil sie für die Initiative kritisch sind und gleichzeitig unsicher?
## Kontext
Initiative-Beschreibung; bekannte Hypothesen; Research-Status (validiert, offen, widerlegt); bestehende Test-Backlog-Items; Zeitrahmen für Validierung.
## Setup
- Format: Methoden-Session
- Dauer: 45-60 min
- Modus: Workshop oder async
- Teilnehmende: Ein Facilitator mit Discovery-Erfahrung; Product Owner oder Strategieowner; 3-7 Teilnehmer aus Produkt, Engineering, Research, Sales (für Mix der Perspektiven); optional ein Devil's Advocate.
- Owner: Ein Facilitator mit Discovery-Erfahrung
- Beteiligungsmodus: Teamrunde, gemeinsames Arbeiten und Alignment
- Ergebnislogik: Artefakt fertigstellen
## Beteiligungslogik
Nutze die Session für gemeinsames Verständnis. Beiträge werden sichtbar gesammelt, Annahmen werden abgeglichen und offene Unterschiede bleiben im Artefakt nachvollziehbar.
## Ergebnislogik
Die Session arbeitet direkt auf Assumption Map hin. Das Artefakt soll nach der Session teilbar, reviewbar oder weiterverwendbar sein.
## Input
2×2-Matrix als Whiteboard oder digitales Board (Achsen: Wichtigkeit und Unsicherheit); Stickies für Annahmen; Marker; Beispiel-Annahmen aus vergleichbaren Projekten; Initiative-Beschreibung sichtbar.
## Vorbereitung
Matrix auf Wand: X-Achse Unsicherheit (links wenig, rechts viel), Y-Achse Wichtigkeit (unten wenig, oben kritisch). Vier Quadranten beschriftet (Kritisch zu testen oben rechts, Bekannt unten links). Initiative-Satz oben. Timer auf 45 min.
## Agenda
1. Phase 1: Annahmen sammeln (10-15 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Solo-Schreiben aller Annahmen, die der Initiative zugrunde liegen. Kategorien als Trigger: Desirability (will Nutzer das?), Viability (Geschäftsmodell?), Feasibility (technisch machbar?), Usability (verständlich?). Hinweis: Annahmen explizit als „Wir nehmen an, dass …“ formulieren. Alles, was als Fakt formuliert wird, ist verdächtig - meist auch Annahme. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Assumption Map
2. Phase 2: Wichtigkeit bewerten (10 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Annahme: wenn falsch, bricht die Initiative? Y-Achse: hoch (Show-Stopper) bis niedrig (verschmerzbar). Stickies in entsprechende Höhe verschieben. Hinweis: Wichtigkeit oft unterschätzt für „Selbstverständlichkeiten“. Pro Annahme fragen: was passiert, wenn das Gegenteil wahr ist? Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Test Backlog
3. Phase 3: Unsicherheit bewerten (10 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Annahme: wie viel Evidenz haben wir? X-Achse: links (mehrfach validiert) bis rechts (reine Vermutung). Recherche oder vergangene Tests einbeziehen. Hinweis: Eigene Erfahrung ist keine Evidenz für Zielgruppe. Wenn nur „wir glauben das“, dann unsicher (rechts). Validierung durch echte Daten oder Tests senkt Unsicherheit. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Risk Ranking
4. Phase 4: Top-Risiken im rechten oberen Quadranten (5-10 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Quadrant oben rechts (kritisch + unsicher) ist der Test-Backlog. Top-3-5 Annahmen daraus für nächste Validierungsrunde priorisieren. Hinweis: Wer 10+ Annahmen im roten Quadranten hat, hat zu viele kritische Unbekannte. Initiative ist zu früh oder Scope zu breit. Aufteilen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Assumption Map
5. Phase 5: Tests pro Top-Annahme (10-15 min)
Owner: Owner
Aktion: Pro Top-Annahme: Validierungs-Methode (Interview, Survey, Prototype-Test, Fake Door, Konkurrenz-Analyse, Daten-Spike). Erfolgskriterium und Owner. Aufwand-Schätzung. Hinweis: Methode muss zur Annahme passen. Desirability validiert man nicht mit Engineering-Spike. Feasibility nicht mit Survey. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Test Backlog
6. Artefakt veröffentlichen (10 min)
Owner: Owner
Aktion: Artefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
Output: Assumption Map
## Abschluss
- Ergebnisartefakt aktualisieren: Assumption Map
- Ablageort, Version und Review-Empfänger festlegen.
- Owner, nächster Schritt und Reviewtermin festlegen.Arbeitsartefakt
Vorgefüllter Startpunkt auf Basis der passenden Vorlage.
# Assumption Map: Assumption Mapping
## Arbeitsfrage
Welche Annahmen müssen wir zuerst validieren, weil sie für die Initiative kritisch sind und gleichzeitig unsicher?
## Kontext
Initiative-Beschreibung; bekannte Hypothesen; Research-Status (validiert, offen, widerlegt); bestehende Test-Backlog-Items; Zeitrahmen für Validierung.
## Beteiligte
- Owner: Ein Facilitator mit Discovery-Erfahrung
- Teilnehmende: Ein Facilitator mit Discovery-Erfahrung; Product Owner oder Strategieowner; 3-7 Teilnehmer aus Produkt, Engineering, Research, Sales (für Mix der Perspektiven); optional ein Devil's Advocate.
## Input
2×2-Matrix als Whiteboard oder digitales Board (Achsen: Wichtigkeit und Unsicherheit); Stickies für Annahmen; Marker; Beispiel-Annahmen aus vergleichbaren Projekten; Initiative-Beschreibung sichtbar.
## Vorlage
- [ ] Annahme als überprüfbare Aussage formuliert
- [ ] Risiko bewertet
- [ ] Wissensstand bewertet
- [ ] Datenquelle oder Testidee ergänzt
- [ ] Riskiest Assumption markiert
- [ ] Erfolgskriterium definiert
- [ ] Owner und Datum gesetzt
## Fertigstellungscheck
- Assumption Map ist vollständig genug für Review:
- Ablageort:
- Version / Status:
- Review durch:
- Nächster Schritt:
## Nächster Schritt
- Ergebnis prüfen
- offene Fragen markieren
- Review oder Entscheidung terminierenAssumption Map Checklist
- [ ] Annahme als überprüfbare Aussage formuliert
- [ ] Risiko bewertet
- [ ] Wissensstand bewertet
- [ ] Datenquelle oder Testidee ergänzt
- [ ] Riskiest Assumption markiert
- [ ] Erfolgskriterium definiert
- [ ] Owner und Datum gesetzt- Arbeitsfrage, Owner und Zielartefakt sind sichtbar.
- Das Ergebnis passt zu Assumption Map.
- Pro Initiative eigene Map mit Datum. Bei jedem validierten Annahme-Test Annahme entweder mit „validiert“ markieren (nach links), „widerlegt“ (Initiative pivoten), oder „verfeinert“. Map-Refresh alle 2-4 Wochen empfohlen.
- Offene Fragen sind als Follow-up notiert.
- Der nächste Review oder Entscheidungspunkt ist terminiert.