methodatlas
MethodenanleitungOperations

Getting Things Done

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-2 h Setup, laufend
Teilnehmende1
FormatAsync
ReifegradCanonical
Getting Things Done planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenVerlässliche Eingänge

Die eigenen relevanten Eingangskanäle sind zugänglich.

Unsichtbare Eingänge verhindern eine vollständige Übersicht.
Vorher abschließenRegelmäßiges Review

Ein geschützter wöchentlicher Prüftermin ist vorgesehen.

Ohne Aktualisierung verlieren die Listen ihre Verlässlichkeit.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Eingangsliste, Projektliste, nächste Aktionen, Warten auf, Kalender, Referenzablage und Später-vielleicht.

Personen / Rollen

Die Person mit den Zusagen; bei delegierten Aktionen zusätzlich die jeweilige verantwortliche Person.

Vorabinfos

Eigene Postfächer, Notizen, Kalender, offene Projekte und Zusagen an andere zusammentragen.

Zeitbedarf

Täglich erfassen und klären; etwa 30–60 Minuten wöchentliches Review, initial mehr Aufwand.

Setup

Wenige Eingänge sowie getrennte Listen für Projekte, Aktionen, Warten auf und Später-vielleicht bereitstellen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche nächste Handlung ist jetzt möglich, während alle übrigen Zusagen verlässlich abgelegt sind?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Getting Things Done trennt das Erfassen, Klären, Organisieren, Überprüfen und Ausführen von Verpflichtungen. Jede offene Sache erhält eine bewusste Behandlung. Projektlisten halten gewünschte Ergebnisse, Aktionslisten den nächsten sichtbaren Schritt.

GTD-Klärungsblatt

Fiktives Beispiel

Ein Eingang wird bis zur nächsten Handlung und ihrer passenden Ablage geklärt.

Eingang

Welche offene Sache beansprucht Aufmerksamkeit?

Website für den Kursstart aktualisieren.

Gewünschtes Ergebnis

Wie sieht erledigt aus; braucht es mehrere Aktionen?

Kursseite mit korrekten Terminen veröffentlicht; mehrschrittiges Projekt.

Nächste Aktion

Welche sichtbare Handlung kann als Nächstes erfolgen?

Mira die drei offenen Kurstermine zur Bestätigung senden.

Ablage und Bindung

Aktionsliste, Kalender, Warten auf, Referenz oder Später-vielleicht?

Nach Versand: Warten auf Mira; Freitag nachfassen.

Review

Wann wird die Zusage wieder geprüft?

Jon prüft am Freitag die Antwort und ergänzt den Veröffentlichungsschritt.

Alle Situationen und Personen sind erfunden.

David Allen Company · What is GTD

  1. 1

    Erfassen

    Alle offenen Sachen sammeln

    Ziel

    Vollständige Eingangssammlung

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Posteingänge, Notizen, Nachrichten und offene Zusagen

    Durchführung

    • Gedanken, Nachrichten und Papier an wenigen verlässlichen Eingängen sammeln. Pro Eintrag eine offene Sache formulieren.
    • Beim Sammeln noch nicht nach Priorität sortieren; auch kleine Zusagen außerhalb der Arbeit aufnehmen.

    Ergebnis

    Vollständige Eingangssammlung

    Offene Zusagen werden sichtbar.

    Qualitätscheck

    Sind die relevanten Eingänge und mentalen offenen Schleifen erfasst?

    Stolperfalle

    Wichtige Zusagen bleiben in Chats oder im Gedächtnis und tauchen erst zu spät wieder auf. Fehlende Eingänge ergänzen und einen schnellen Erfassungsweg festlegen.

    Zeitlicher Rahmen: Laufend, erste Sammlung 20–60 Minuten

  2. 2

    Klären

    Bedeutung und nächste Aktion entscheiden

    Ziel

    Geklärte Ergebnisse und nächste Aktionen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Eingangssammlung

    Durchführung

    • Für jeden Eintrag entscheiden, ob eine Handlung nötig ist. Ohne Handlung: entfernen, als Referenz ablegen oder für später vormerken.
    • Bei Handlungsbedarf das gewünschte Ergebnis und die nächste sichtbare Aktion formulieren. Mehrschrittige Ergebnisse auf die Projektliste aufnehmen.
    • Sehr kurze Aktionen direkt erledigen, sonst delegieren oder zur eigenen Ausführung einordnen.

    Ergebnis

    Geklärte Ergebnisse und nächste Aktionen

    Ein Projekt ist ein Ergebnis mit mehreren nötigen Aktionen.

    Qualitätscheck

    Ist pro Eingang klar, ob und was als Nächstes zu tun ist?

    Stolperfalle

    Eine Projektüberschrift wie „Website“ wird als Aufgabe weitergeschoben, ohne ausführbaren Schritt. Ein sichtbares Verb und den Gegenstand der nächsten Handlung ergänzen.

    Zeitlicher Rahmen: Regelmäßig, nach Zahl der Eingänge

  3. 3

    Organisieren

    Erinnerungen passend ablegen

    Ziel

    Aktionslisten, Projektliste und Kalender

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Geklärte nächste Aktionen, Termine und delegierte Zusagen

    Durchführung

    • Eigene nächste Aktionen nach sinnvollem Kontext ordnen; delegierte Zusagen auf Warten auf mit Person und Datum setzen.
    • Nur datums- oder zeitgebundene Pflichten in den Kalender setzen. Referenzen und Später-vielleicht getrennt halten.

    Ergebnis

    Aktionslisten, Projektliste und Kalender

    Jede Erinnerung liegt dort, wo sie beim Handeln gebraucht wird.

    Qualitätscheck

    Sind Aktionen, Termine, Referenzen und Warten auf klar getrennt?

    Stolperfalle

    Ein voller Wunschkalender wird täglich verschoben und verliert seine Verlässlichkeit. Frei planbare Aktionen zurück auf die Aktionsliste nehmen; echte Termine erhalten.

    Zeitlicher Rahmen: Nach jedem Klärungsdurchlauf

  4. 4

    Überprüfen

    Das System wieder verlässlich machen

    Ziel

    Aktueller, verlässlicher Systemstand

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Projektliste, Aktionslisten, Kalender, Warten auf und Später-vielleicht

    Durchführung

    • Eingänge leeren, vergangene und kommende Kalenderwochen prüfen und neue Nacharbeit erfassen.
    • Jedes aktive Projekt auf mindestens eine nächste Aktion prüfen. Warten auf nachfassen und Später-vielleicht bewusst aktualisieren.

    Ergebnis

    Aktueller, verlässlicher Systemstand

    Offene Projekte dürfen nicht ohne nächsten Schritt bleiben.

    Qualitätscheck

    Hat jedes aktive Projekt eine aktuelle nächste Aktion?

    Stolperfalle

    Listen enthalten erledigte oder überholte Dinge; die Person vertraut wieder nur dem Gedächtnis. Review vereinfachen und einen festen Termin schützen. Veraltete Zusagen bewusst schließen.

    Zeitlicher Rahmen: Wöchentlich etwa 30–60 Minuten

  5. 5

    Handeln

    Aus dem aktuellen Kontext auswählen

    Ziel

    Erledigte Aktion und aktualisierte Zusagen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Aktuelle Listen und verfügbare Zeit

    Durchführung

    • Kalenderbindungen zuerst berücksichtigen; anschließend mögliche Aktionen nach Kontext, verfügbarer Zeit, Energie und Bedeutung wählen.
    • An einer Aktion arbeiten, Ergebnis zurückmelden und neue offene Sachen wieder erfassen.

    Ergebnis

    Erledigte Aktion und aktualisierte Zusagen

    Nach Abschluss Status und Folgeschritt aktualisieren.

    Qualitätscheck

    Passt die gewählte Aktion zu Kontext, Zeit, Energie und Bedeutung?

    Stolperfalle

    Die Person sortiert Listen immer wieder, beginnt aber keine verfügbare Handlung. Eine ausführbare Aktion auswählen und einen konkreten Start setzen.

    Zeitlicher Rahmen: Im Arbeitsalltag

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

GTD · David AllenOffene Schleifen erfassen, klären, organisieren, regelmäßig prüfen und bewusst in nächste Aktionen übersetzen
Getting Things DoneDas Visual zeigt den GTD-Workflow von Capture über Clarify und Organize bis Weekly Review und Engage.Aus mentaler Last einen vertrauenswürdigen Workflow machenGTD trennt Sammeln, Klären, Organisieren, Review und Ausführen, damit nächste Aktionen bewusst gewählt werden.offene Schleifenorganisierenregelmäßig prüfenCapturealles aus dem Kopf in eineInboxClarifyWas ist es? Gibt es eine nächsteAktion?Projektegewünschte ErgebnisseKalenderterminierte ZusagenNext Actionskonkrete nächste SchritteWeekly ReviewListen aktualisieren undVertrauen herstellenEngagerichtige Aktion im passendenKontext wählen
Form

Aktuelle Zusagenübersicht mit Ergebnissen, nächsten Aktionen, echten Terminen und delegierten Rückmeldungen.

Versionierung / Ownership

Erledigte Aktionen schließen; Projektstatus und Wartefristen beim Review aktualisieren. Relevante Entscheidungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Papierlisten oder Aufgabenverwaltung
  • Kalender
  • Durchsuchbare Referenzablage

getting-things-done-working-template.md

Offene Zusagen aus dem Kopf in ein verlässliches Handlungssystem überführen.

Getting Things Done: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Praxis planen Zeit: Täglich erfassen und klären; etwa 30–60 Minuten wöchentliches Review, initial mehr Aufwand.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Eingangsliste, Projektliste, nächste Aktionen, Warten auf, Kalender, Referenzablage und Später-vielleicht.
  • Rollen: Die Person mit den Zusagen; bei delegierten Aktionen zusätzlich die jeweilige verantwortliche Person.
  • Vorab-Infos: Eigene Postfächer, Notizen, Kalender, offene Projekte und Zusagen an andere zusammentragen.
  • Gesamter Zeitbedarf: Täglich erfassen und klären; etwa 30–60 Minuten wöchentliches Review, initial mehr Aufwand.
  • Setup: Wenige Eingänge sowie getrennte Listen für Projekte, Aktionen, Warten auf und Später-vielleicht bereitstellen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Erfassen: Alle offenen Sachen sammeln

  • Posteingänge, Notizen, Nachrichten und offene Zusagen

Klären: Bedeutung und nächste Aktion entscheiden

  • Eingangssammlung

Organisieren: Erinnerungen passend ablegen

  • Geklärte nächste Aktionen, Termine und delegierte Zusagen

Überprüfen: Das System wieder verlässlich machen

  • Projektliste, Aktionslisten, Kalender, Warten auf und Später-vielleicht

Handeln: Aus dem aktuellen Kontext auswählen

  • Aktuelle Listen und verfügbare Zeit

GTD-Klärungsblatt

Eingang

Welche offene Sache beansprucht Aufmerksamkeit?

...

Gewünschtes Ergebnis

Wie sieht erledigt aus; braucht es mehrere Aktionen?

...

Nächste Aktion

Welche sichtbare Handlung kann als Nächstes erfolgen?

...

Ablage und Bindung

Aktionsliste, Kalender, Warten auf, Referenz oder Später-vielleicht?

...

Review

Wann wird die Zusage wieder geprüft?

...

Eigene Angaben ausfüllen; offene Zusagen mit nächster Aktion verbinden.

David Allen Company · What is GTD

Erfassen: Alle offenen Sachen sammeln

Erwartetes Artefakt: Vollständige Eingangssammlung

Offene Zusagen werden sichtbar.

Eintrag:

...

  • Sind die relevanten Eingänge und mentalen offenen Schleifen erfasst?

Klären: Bedeutung und nächste Aktion entscheiden

Erwartetes Artefakt: Geklärte Ergebnisse und nächste Aktionen

Ein Projekt ist ein Ergebnis mit mehreren nötigen Aktionen.

Eintrag:

...

  • Ist pro Eingang klar, ob und was als Nächstes zu tun ist?

Organisieren: Erinnerungen passend ablegen

Erwartetes Artefakt: Aktionslisten, Projektliste und Kalender

Jede Erinnerung liegt dort, wo sie beim Handeln gebraucht wird.

Eintrag:

...

  • Sind Aktionen, Termine, Referenzen und Warten auf klar getrennt?

Überprüfen: Das System wieder verlässlich machen

Erwartetes Artefakt: Aktueller, verlässlicher Systemstand

Offene Projekte dürfen nicht ohne nächsten Schritt bleiben.

Eintrag:

...

  • Hat jedes aktive Projekt eine aktuelle nächste Aktion?

Handeln: Aus dem aktuellen Kontext auswählen

Erwartetes Artefakt: Erledigte Aktion und aktualisierte Zusagen

Nach Abschluss Status und Folgeschritt aktualisieren.

Eintrag:

...

  • Passt die gewählte Aktion zu Kontext, Zeit, Energie und Bedeutung?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/getting-things-done/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

getting-things-done-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel

Eingang: „Website für den Kursstart aktualisieren“. Gewünschtes Ergebnis: Kursseite mit korrekten Terminen veröffentlicht. Nächste Aktion: Mira die drei offenen Termine zur Bestätigung senden. Danach liegt die Rückmeldung mit Datum auf „Warten auf“. Das Projekt bleibt aktiv. Beim Freitagsreview prüft Jon die Antwort und legt den nächsten Veröffentlichungsschritt fest.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Alle offenen Sachen sammelnWichtige Zusagen bleiben in Chats oder im Gedächtnis und tauchen erst zu spät wieder auf.In der Phase ansehen
  2. Bedeutung und nächste Aktion entscheidenEine Projektüberschrift wie „Website“ wird als Aufgabe weitergeschoben, ohne ausführbaren Schritt.In der Phase ansehen
  3. Erinnerungen passend ablegenEin voller Wunschkalender wird täglich verschoben und verliert seine Verlässlichkeit.In der Phase ansehen
  4. Das System wieder verlässlich machenListen enthalten erledigte oder überholte Dinge; die Person vertraut wieder nur dem Gedächtnis.In der Phase ansehen
  5. Aus dem aktuellen Kontext auswählenDie Person sortiert Listen immer wieder, beginnt aber keine verfügbare Handlung.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Bei unbekanntem Mandat zuerst die Zusage klären.
Unklare Projekte vor Ausführung in ein Ergebnis und eine nächste Aktion übersetzen.
Keine weitere Ablagestruktur bauen, wenn die bestehenden Listen nicht regelmäßig geprüft werden.

Methode nach David Allen. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: David Allen Company · What is GTD

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.