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Run SheetProduct StrategyOutcome Planning

Impact Mapping

KomplexitätMedium
Zeit45-90 min
Teilnehmende3-8
FormatWorkshop
MaturityEstablished
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenBusiness Goalnicht im Katalog

Ein konkretes Business Goal mit messbarem Outcome und Zeitrahmen ist formuliert (z. B. „Aktivierung neuer Nutzer in Q3 verdoppeln“).

Ohne: Ohne klares Goal driftet die Map zu Featurelisten ohne Outcome-Verankerung.
Vorher abschließenNorth Star Metric

Eine North Star Metric oder vergleichbare Outcome-Metrik liegt vor, an der sich das Goal orientiert.

Ohne: Ohne Outcome-Metrik bleibt das Goal vage, Impacts werden nicht messbar.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Whiteboard oder Miro-Board mit vier Spalten oder Baum-Layout (Goal, Actors, Impacts, Deliverables); Stickies in vier Farben; Vorlage pro Spalte; Priorisierungs-Punkte fuer Voting.

Personen / Rollen

Ein Facilitator; ein Product Owner mit Mandat fuer das Goal; 3-6 Teammitglieder aus Produkt, Engineering, Marketing; Scribe; idealerweise ein Stakeholder mit Geschaeftssicht.

Vorabinfos

Goal mit Messgroesse; bestehende Customer-Journey-Erkenntnisse; Nutzersegmente und ihre Verhaltensweisen; bestehende Massnahmen und ihr Effekt; Constraints.

Zeitbedarf

3-4 h

Setup

Vier Spalten oder Baum: Why (Goal), Who (Actors), How (Impacts), What (Deliverables). Goal oben gross sichtbar. Regel: kein Sprung in Deliverables ohne Actor und Impact.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Akteure muessen ihr Verhalten wie aendern, damit das Business Goal erreicht wird, und welche Massnahmen zahlen darauf ein?

04

Ablauf

Marker: Phase

SchrittDauerAktionHinweis
1Phase 1: Goal scharf
30 minGoal so formulieren, dass Erreichung pruefbar ist (SMART). Hauptmetrik, Baseline, Ziel, Zeitrahmen. Aus dem Goal direkte Erfolgskriterien ableiten.Wenn Goal mehrdeutig ist, scheitert der Rest der Map. Ein Satz, klare Zahl, klares Datum.
2Phase 2: Actors identifizieren
30 minWelche Personen oder Gruppen koennen das Goal beeinflussen? Primaere Actors (direkter Hebel) und sekundaere (mittelbar). Maximal 5-7 Actors aufnehmen.Wenn 15 Actors entstehen, ist Map ausgefranst. Auf primaere fokussieren. Sekundaere als Notiz, nicht im Hauptbaum.
3Phase 3: Impacts pro Actor
45 minPro Actor: welche Verhaltensaenderung erzeugt Wirkung auf das Goal? Impact ist Verb (z. B. „registriert sich schneller“, „empfiehlt aktiver“). Pro Actor 2-4 Impacts.Impacts sind keine Features. „Onboarding verkuerzt“ ist Output, „Nutzer aktiviert in 5 min“ ist Impact. Verb des Actors steht im Vordergrund.
4Phase 4: Deliverables pro Impact
60 minPro Impact moegliche Deliverables (Features, Inhalte, Massnahmen) sammeln. Mehrere Optionen je Impact. Aufwand grob schaetzen.Mehrere Deliverables pro Impact sind erwuenscht, nicht ein gesetzter Plan. Map dient zur Optionenauswahl.
5Phase 5: Priorisierung und Hypothesen
30 minVoting auf Impact-Ebene (welche Impacts staerkster Hebel). Pro Top-Impact ein Deliverable mit Hypothese, Owner und Frist. Map als laufendes Dokument etablieren.Priorisierung erst auf Impact-Ebene, dann Deliverable. Sonst werden Lieblings-Features gewaehlt, ohne dass der Impact validiert ist.
05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Form

Impact Map als Baum oder Spaltendiagramm mit Goal, Actors, Impacts, Deliverables. Begleitendokument mit Priorisierung, Hypothesen, Owner und Frist pro Top-Deliverable.

Tool-Alternativen
  • Miro oder FigJam mit Impact-Mapping-Template
  • MindMup oder Whimsical fuer Baumstrukturen
  • Confluence- oder Notion-Seite mit Spaltentabelle
  • Online-Tool ImpactMapping.org-Referenz
  • draw.io oder Lucidchart fuer formellere Diagramme
Versionierung / Ownership

Map als lebendes Dokument mit Datum. Aenderungen an Impacts (z. B. neue Hypothesen, validierte Effekte) versionieren. Outcome-Tracking direkt an Goal-Knoten fortlaufend ergaenzen.

canvas

Impact Mapping Arbeitsvorlage

Kompakte Arbeitsvorlage für Impact Mapping mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.

# Impact Mapping Canvas

## Kontext

Wofür wird die Methode eingesetzt?

## Kernfrage

Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?

## Input

Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?

## Arbeitsfläche

- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:

## Ergebnisartefakte
- Impact Map:
- Outcome Hypotheses:
- Delivery Options:

## Offene Fragen

- ...

## Nächster Schritt

Owner, Datum, Erfolgssignal.
06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario

impact-mapping-beispiel.md
markdown
## Impact Map - Aktivierung Neunutzer Workspot, Q3 2026

**Goal**: Activation-Rate (erste Buchung in 7 Tagen) von 6.8% auf 12% bis 30.09.2026.

**Actors und Impacts**

### Actor 1: Neuer Nutzer (Solo-Selbststaendig)
- Impact 1.1: Findet in unter 3 min den ersten passenden Workspace.
- Impact 1.2: Vertraut der Buchungsbestaetigung ohne Rueckfrage.
- Impact 1.3: Aktiviert sein Konto innerhalb 24 h.

### Actor 2: Customer Success
- Impact 2.1: Spricht aktivierungswahrscheinliche Nutzer in <2 h an.
- Impact 2.2: Nutzt Onboarding-Skript einheitlich.

### Actor 3: Workspace-Owner
- Impact 3.1: Beantwortet Buchungsanfragen in <30 min.
- Impact 3.2: Aktualisiert Verfuegbarkeitskalender taeglich.

**Top-Deliverables (priorisiert)**
- D1.1.a (Impact 1.1): Onboarding-Suchhilfe mit Use-Case-Filter. Owner: @lisa, bis 30.06., Hypothese +3pp Activation.
- D2.1.a (Impact 2.1): Activation-Score-Alert in CRM. Owner: @ben, bis 15.07., Hypothese +2pp.
- D3.1.a (Impact 3.1): Push-Benachrichtigung an Owner bei Anfrage. Owner: @anna, bis 20.06., Hypothese +1.5pp.

**Sekundaer-Deliverables** (Backlog): Vergleichsansicht Workspaces, Trust-Badges, Onboarding-Video.
07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Falle

Deliverables ohne Impact

Symptom

Map enthaelt direkt Features unter dem Goal, Actors und Impacts werden uebersprungen.

Was tun

Strenge Reihenfolge: Goal -> Actor -> Impact -> Deliverable. Wenn Sprung passiert, zurueck auf vorherige Spalte.

Falle

Output statt Impact

Symptom

Impact wird als „neue Funktion bauen“ formuliert.

Was tun

Impact muss Verb des Actors enthalten. „Onboarding-Funktion ausliefern“ ist kein Impact, „Nutzer aktiviert sich in 5 min“ ist Impact.

Falle

Zu viele Actors

Symptom

15 Actors verteilen Energie, kein Fokus moeglich.

Was tun

Maximal 5-7 Actors. Voting nach Hebelstaerke. Sekundaere Actors als Anhang, nicht im Hauptbaum.

Falle

Goal ist Featureliste

Symptom

„Wir bauen X“ statt „Aktivierungsrate verdoppeln“.

Was tun

Goal als Outcome formulieren. Wenn das Team kein Outcome-Goal hat, vor Impact Mapping einen Schritt zurueck.

Falle

Keine Priorisierung

Symptom

Alle Impacts und Deliverables wirken gleich wichtig, Team baut alles.

Was tun

Voting auf Impact-Ebene. Maximal drei Top-Impacts. Andere parken oder fallen lassen.

08

Abbruchkriterien

Done-Signale, in unter einer Minute prüfbar

Kein messbares Goal vorhanden, Outcomes nicht definierbar.
Actors lassen sich nicht klar abgrenzen, Verhaltensaenderung nicht zuordenbar.
Decider mit Mandat fuer Priorisierung fehlt.
Team hat keinen Hebel auf relevante Actors, Map bleibt theoretisch.
Goal ist bereits verteilt in Deliverables, Map waere nachgelagertes Theater.
Zeitfenster unter 90 min, Impact-Detaillierung nicht erreichbar.

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