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Run SheetDecision MakingPersonal and Team Prioritization

Eisenhower Matrix

KomplexitätLow
Zeit15-30 min
Teilnehmende1-6
FormatBoth
MaturityCanonical
01

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

2x2-Matrix auf Whiteboard, Notion-Page oder Miro mit beschrifteten Quadranten (Do, Schedule, Delegate, Delete); Stickies oder Tabellenzeilen pro Aufgabe; Stifte; Timer.

Personen / Rollen

Eine Person (Solo-Triage) oder ein Team Lead plus 1-5 Teilnehmende für Team-Triage; ein optionaler Sparringspartner für Delegate-Entscheidungen.

Vorabinfos

Vollständige Aufgabenliste aus Inbox, Backlog, Tickets, Slack-DMs der letzten 1-2 Wochen; Liste der Personen, an die delegiert werden kann, mit deren Kapazitätsstatus; Tageskalender mit verfügbaren Slots.

Zeitbedarf

15-30 min

Setup

Aufgaben gesammelt als Liste. Matrix mit zwei Achsen: vertikal Wichtigkeit (zahlt auf Ziel/Verantwortung ein?), horizontal Dringlichkeit (Frist <72 h?). Quadranten beschriftet. Timer auf erste Phase.

02

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Aufgaben verdienen heute Fokuszeit, welche werden geplant, welche delegiert und welche fallen weg?

03

Ablauf

Marker: Minute

SchrittDauerAktionHinweis
10-5 min
5 minAlle Aufgaben in eine vertikale Liste sammeln. Pro Aufgabe ein Sticky oder eine Zeile. Granularität: maximal 2 h Arbeit pro Aufgabe.Aufgaben wie „Projekt X“ sind zu groß, werden in 2-3 nächste Aktionen zerlegt. Sonst landet alles in „Wichtig und Dringend“ und nichts wird besser.
25-15 min
10 minPro Aufgabe zwei Fragen still beantworten: zahlt sie messbar auf ein Ziel oder eine Verantwortung ein (Wichtigkeit Ja/Nein), und hat sie eine Frist in den nächsten 72 h (Dringlichkeit Ja/Nein). Sticky in den passenden Quadranten.Bei Zweifel zwischen wichtig/nicht wichtig: würde ein Coach dieses zum Ziel passend nennen? Bei Zweifel dringend/nicht dringend: würde Verschieben um 72 h echten Schaden anrichten?
315-22 min
7 minQ2 (Wichtig + Nicht dringend): in Kalender blocken, mindestens 2 Slots in den nächsten 5 Tagen. Q3 (Nicht wichtig + Dringend): Empfänger zum Delegieren benennen, Nachricht heute senden.Q2 ist der eigentliche Hebel. Wer Q2 nur „auf später“ schiebt, bleibt in Q1 und Q3 stecken. Slot-Buchung sofort, nicht „demnächst“.
422-30 min
8 minQ4 (Nicht wichtig + Nicht dringend): durchstreichen, archivieren oder klar absagen. Q1 (Wichtig + Dringend): heute angehen, in Reihenfolge nach Risiko oder Aufwand.Q4 ist nicht „später“, Q4 ist „nein“. Wer Q4 in einer Parkliste hält, baut nur Schuldgefühle auf. Echte Absage statt stilles Verschieben.
04

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Form

Strukturierter Eintrag in Notion, Markdown oder Aufgabenmanager mit allen vier Quadranten, je Quadrant die zugeordneten Aufgaben, geplante Kalender-Slots für Q2, Delegate-Empfänger und Nachrichtentext für Q3 sowie eine Absage-/Archive-Liste für Q4.

Tool-Alternativen
  • Notion-Page mit 2x2-Tabelle
  • Todoist oder Things mit Tag-Quadranten
  • Miro-Board für Team-Triage
  • Handschriftliche Matrix auf A4-Blatt
Versionierung / Ownership

Pro Triage-Session ein Eintrag mit Datum. Nicht überschreiben, sondern als wöchentliche Serie führen, um Muster (wiederkehrendes Q3, schleichendes Q1) sichtbar zu machen.

spreadsheet

Eisenhower Matrix Arbeitsvorlage

Kompakte Arbeitsvorlage für Eisenhower Matrix mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.

# Eisenhower Matrix Arbeitsmatrix

| Element | Beschreibung | Bewertung | Evidenz | Owner | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | | | | | |
| 2 | | | | | |
| 3 | | | | | |

## Ergebnisartefakte
- Eisenhower Matrix:
- Action List:
- Delegation Notes:

## Entscheidung oder Empfehlung

Welche Konsequenz ergibt sich aus der Matrix?
05

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario

eisenhower-matrix-beispiel.md
markdown
## Eisenhower-Triage — Sabine (Solo-Steuerberaterin), 19.05.2026 Montag

**Q1 (Wichtig + Dringend) — heute machen**:
- USt-Voranmeldung Mandant Schmidt (Frist 22.05.).
- Rückruf Steuerprüferin wegen Termin Mandant Meyer.
- Lohnabrechnungen Mai für 3 Mandanten finalisieren.

**Q2 (Wichtig + Nicht dringend) — Slot buchen**:
- DATEV-Schulung „Neue Schnittstellen“ (Slot: Mi 14-16 Uhr).
- Mandanten-Onboarding-Prozess dokumentieren (Slot: Fr 9-11 Uhr).
- Honorarvereinbarung 2027 ausarbeiten (Slot: nächste Woche Di 10-12).

**Q3 (Nicht wichtig + Dringend) — delegieren**:
- Büromaterial nachbestellen -> Sekretariat (Nachricht heute 11:00).
- Steuerberaterkammer-Umfrage ausfüllen -> Praktikantin Anna.
- Travel-Belege sortieren -> Sekretariat.

**Q4 (Weglassen) — absagen oder archivieren**:
- LinkedIn-Vernetzung mit Vertriebspersonen (Archiv).
- Webinar „Trends in der Steuerberatung“ (Absage gesendet).
- Neues CRM evaluieren (Q3 nach Onboarding-Doku neu prüfen).
06

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Falle

Alles in Q1

Symptom

70-90% der Aufgaben landen in „Wichtig und Dringend“, weil sich alles wichtig anfühlt.

Was tun

Wichtigkeit härter prüfen: Bezug zu konkretem Ziel oder Verantwortung. Wenn alles wichtig ist, sind die Ziele unklar oder die Aufgabenliste enthält fremde Verpflichtungen.

Falle

Q2 ohne Kalender-Slot

Symptom

Q2-Aufgaben sind dokumentiert, aber kein Termin gebucht, Aufgaben wandern Woche für Woche weiter.

Was tun

Slot-Buchung in der Triage-Session, nicht danach. Wer keinen Slot in den nächsten 5 Tagen vergibt, akzeptiert, dass die Aufgabe in Q4 gehört.

Falle

Delegieren ohne Empfänger

Symptom

Q3-Aufgaben sind als „delegieren“ markiert, aber niemand wurde benannt oder angeschrieben.

Was tun

Pro Q3-Aufgabe konkreter Empfänger plus Nachricht in der Session schreiben und senden. Wer nicht senden will, lässt die Aufgabe in der eigenen Liste.

Falle

Q4 als Parkliste

Symptom

Q4 wächst zur „eines Tages“-Liste, jede Triage findet alte Q4-Einträge wieder, Schuldgefühle steigen.

Was tun

Q4 ist Archiv oder Absage, nicht Backlog. Einträge tatsächlich löschen oder absagen. Wer eine Q4-Aufgabe doch später machen will, kommt sie automatisch wieder rein.

Falle

Granularität zu grob

Symptom

Aufgaben wie „Projekt Y“ landen in Q1, blockieren den ganzen Quadranten und produzieren Lähmung.

Was tun

Vor der Triage zerlegen: nächste konkrete Aktion in maximal 2 h Arbeit. Triage funktioniert nur mit handhabbaren Items.

07

Abbruchkriterien

Done-Signale, in unter einer Minute prüfbar

Ziele oder Verantwortungen unklar, Wichtigkeit ist nicht entscheidbar.
Person hat kein Mandat zu delegieren oder abzulehnen, Q3 und Q4 bleiben theoretisch.
Aufgabenliste ist nicht vollständig erfasst, Triage wird unverlässlich.
Triage wird wöchentlich wiederholt, aber Anteil Q1 sinkt nicht; dann ist das Problem strategisch (zu viele Verpflichtungen), nicht taktisch.
Aufgaben sind primär kollaborativ und brauchen Team-Prio statt Einzel-Triage; dann ist eine RICE- oder MoSCoW-Session passender.
Person ist in akuter Krise (Burnout, gesundheitlich); Matrix ersetzt keine Entlastungsentscheidung von außen.

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