Eine Übersicht der relevanten Stakeholdergruppen mit Einfluss, Interesse und Informationsbedarf liegt vor.
Communication Plan
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Ein einseitiger Initiative Brief mit Ziel, Scope, Zeitraum und Sponsor liegt schriftlich vor.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Tabelle mit Spalten Audience, Kernbotschaft, Kanal, Format, Cadence, Owner, Feedback-Schleife; Vorlage je Botschaft (Subject, Body, Call to Action); Kalender der Initiative mit Meilensteinen.
Ein Communication Lead (Owner des Plans); Sponsor oder Initiative Lead als Botschafter; Vertretung aus den betroffenen Teams; optional Internal Comms oder PR für Tonalität.
Initiative-Ziel und gewünschter Outcome je Audience; bekannte Bedenken pro Gruppe; Historie früherer Kommunikation zum Thema; Sperrfristen oder rechtliche Constraints.
90 min Setup, danach laufende Pflege
Tabelle als geteiltes Dokument anlegen. Audiences aus dem Stakeholder Mapping übernehmen. Pro Audience eine Zeile, in der Cadence und Kanal noch leer bleiben. Meilensteine der Initiative als Zeitachse oben anlegen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Botschaft erreicht welche Audience über welchen Kanal in welcher Cadence, damit die Initiative wie geplant verstanden, akzeptiert und unterstützt wird?
Ablauf
Marker: Sektion
| Schritt | Dauer | Aktion | Hinweis |
|---|---|---|---|
1Sektion 1: Audiences und Outcomes | 20 min | Pro Audience den gewünschten Outcome formulieren (verstehen, zustimmen, handeln). Outcome ist nicht Botschaft, sondern Wirkungsziel. | Wenn der Outcome für mehrere Audiences identisch ist, sind sie wahrscheinlich nicht differenziert genug. Lieber sauber teilen als später Kanal-Soup. |
2Sektion 2: Kernbotschaften | 25 min | Pro Audience eine Kernbotschaft in maximal zwei Sätzen schreiben. Was, warum jetzt, was bedeutet das konkret für diese Gruppe. | Eine Botschaft, die für alle gilt, ist meist generisch und für niemanden relevant. Konkrete Beispiele pro Audience einbauen. |
3Sektion 3: Kanäle und Format | 20 min | Kanal je Botschaft festlegen (E-Mail, Townhall, Slack, 1:1, Intranet). Format pro Kanal entscheiden (Push, Pull, Dialog). Owner namentlich pro Zeile. | Kritische Botschaften brauchen mindestens einen synchronen Kanal mit Rückfragemöglichkeit. Nur Mail oder Slack führt zu Auslegungslücken. |
4Sektion 4: Cadence und Sequenz | 15 min | Termine an die Meilensteine binden (T-14, T-7, T+1, T+30). Reihenfolge sichern: Sponsor zuerst, dann Manager, dann Team. | Wenn Mitarbeitende aus Slack erfahren, was ihre Manager noch nicht wissen, kippt das Vertrauen. Cascade-Reihenfolge schriftlich fixieren. |
5Sektion 5: Feedback und Review | 10 min | Pro Audience Feedback-Mechanismus festlegen (Sprechstunde, Slack-Channel, Survey). Review-Termin in zwei und vier Wochen einplanen. | Ein Plan ohne Feedback-Schleife wird zur Einbahnstraße. Mindestens ein Kanal muss zwei-Wege-fähig sein. |
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Tabelle plus Sequenzliste: Audience, Outcome, Kernbotschaft, Kanal, Format, Cadence, Owner, Feedback-Mechanismus, Status. Ergänzt um eine Zeitachse mit Sende-Slots und einen Anhang mit Vorlagen pro Botschaft.
- Notion-Datenbank mit Filter pro Phase
- Confluence-Seite mit Tabelle und Vorlagen-Anhang
- Google Sheet mit Spalten und Owner-Spalte
- Airtable-Base mit Kalenderansicht der Sende-Slots
Plan wird pro Initiative neu angelegt. Änderungen mit Datum und Initialen am Ende dokumentieren. Nach jedem Meilenstein Status pro Zeile aktualisieren, nicht überschreiben.
Communication Plan Arbeitsvorlage
Kompakte Arbeitsvorlage für Communication Plan mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.
# Communication Plan Arbeitsmatrix
| Element | Beschreibung | Bewertung | Evidenz | Owner | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | | | | | |
| 2 | | | | | |
| 3 | | | | | |
## Ergebnisartefakte
- Communication Plan:
- Channel Matrix:
- Message Cadence:
## Entscheidung oder Empfehlung
Welche Konsequenz ergibt sich aus der Matrix?Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario
## Communication Plan: Rollout Self-Service-Onboarding (Q3 2026)
| Audience | Outcome | Botschaft | Kanal | Cadence | Owner |
|---|---|---|---|---|---|
| Sales DACH (24 Personen) | zustimmen | Onboarding-Setup geht ab 15.07. an Kund:innen; keine Sales-Touch mehr nötig bei Plan S. | Townhall + FAQ | T-14, T-1 | @lisa |
| CS Lead Team (5) | handeln | Eskalationspfad ändert sich; neuer Playbook-Link, Bereitschaft Woche 1 mit zwei Personen. | 1:1 + Slack-Channel | T-21 dann wöchentlich | @ben |
| C-Level (3) | informieren | Aktivierung steigt erwartet von 22% auf 35%, Risiko bei Plan L bleibt offen. | E-Mail | T-7, T+30 | @anna |
**Sequenz**: 28.06. Sponsor-Mail an C-Level, 30.06. Sales-Townhall, 01.07. CS-Briefing, 03.07. Org-weiter Slack-Post.Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Eine Botschaft für alle
Plan enthält einen generischen Text, der an jede Audience identisch geht.
Mindestens eine konkrete, audience-spezifische Konsequenz pro Botschaft einbauen. Wenn sie identisch klingen, ist Segmentierung zu grob.
Cascade falsch herum
Endkundennachricht oder Slack-Broadcast erscheint, bevor Manager und Sponsor informiert sind.
Strikt T-Reihenfolge: Sponsor, dann Lead-Team, dann betroffene Teams, dann breitenwirksam. Vorzieh-Embargo schriftlich kommunizieren.
Kein Feedbackkanal
Plan listet nur Push-Kanäle, Rückfragen landen in zufälligen DMs.
Pro Audience genau einen offiziellen Frage-Kanal benennen (Sprechstunde, Channel, Postfach). Im Plan dokumentieren und in jeder Botschaft verlinken.
Owner-losigkeit
Termine kommen näher, niemand fühlt sich für das Versenden zuständig.
Pro Zeile genau einen namentlichen Owner. Communication Lead prüft 7 Tage vor jedem Slot, ob Owner und Inhalt stehen.
Marketing-Tonalität in interner Comms
Interne Botschaften klingen nach Pressemitteilung, Mitarbeitende reagieren mit Spott oder Misstrauen.
Tonalität intern: nüchtern, mit Konsequenzen und Trade-offs. Externe Sprache nur, wo das Publikum auch extern ist.
Plan endet beim Launch
Nach Go-Live keine weitere Kommunikation, Fragen bleiben unbeantwortet, Initiative wirkt abgebrochen.
Mindestens zwei Post-Launch-Slots im Plan (T+7, T+30) mit Status, Learnings und nächsten Schritten verankern.
Abbruchkriterien
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