Meine Session planen
Plane einen konkreten Arbeitsblock mit Agenda, Rollen, Vorbereitung und kopierbarem Ergebnisartefakt.
Session: Barrier Analysis
Der Plan übersetzt die Methode in einen konkreten moderierten Arbeitsblock. Die Eingaben fließen direkt in Session Brief und Arbeitsartefakt.
Methoden-Session mit 2-6. Der Plan nutzt die vorhandene Methodenlogik und das Run Sheet.
Run Sheet- 1
Phase 1: Wirkungslinie skizzieren
20-30 minEnergie- oder Gefahrenquelle konkret benennen (z. B. „heißes Hydraulikfluid 80°C, 30 bar“). Zielperson oder Zielobjekt benennen. Wirkungslinie auf Whiteboard zeichnen. Hinweis: Wenn Quelle abstrakt bleibt („Risiko“), ist die Barriereanalyse nicht durchführbar. Konkrete physische, prozessuale oder organisatorische Wirkungslinie ist Pflicht. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorBarriere-Inventar - 2
Phase 2: Barrieren inventarisieren
30-45 minAlle vorhandenen Barrieren auflisten: technisch (Absperrungen, Sensoren, Notabschaltung), prozessual (Freigaben, Checklisten), organisatorisch (Schulung, Aufsicht). Pro Barriere kurze Beschreibung. Hinweis: Häufig werden nur technische Barrieren gesehen. Prozessuale und organisatorische Barrieren sind oft die ersten, die versagen, und gehören in die Liste. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorVersagensanalyse je Barriere - 3
Phase 3: Pro Barriere Existenz, Funktion, Wirksamkeit prüfen
45-90 minPro Barriere drei Fragen separat beantworten: Existierte sie zum Ereignis? Funktionierte sie technisch? Wirkte sie ausreichend? Pro Antwort Evidenz. Bei Versagen Versagensgrund dokumentieren. Hinweis: Mischbeurteilung („war da, aber nicht gut“) ist häufiger Fehler. Drei getrennte Fragen erzwingen Klarheit. Versagensgrund unterscheidet zwischen technischem Defekt, Bedienfehler und Designschwäche. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorMaßnahmen-Backlog - 4
Phase 4: Fehlende Barrieren identifizieren
20-30 minPro Phase der Wirkungslinie prüfen: welche Barriere fehlt, die das Ereignis hätte verhindern können? Branchenstandards, Best Practices und Audits referenzieren. Fehlende Barrieren als eigene Findings. Hinweis: Fehlende Barrieren werden gerne übersehen, weil sie nicht versagt haben (sie waren ja nicht da). Aktiv mit „was hätte sein müssen?“-Frage suchen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorBarriere-Inventar - 5
Phase 5: Maßnahmen ableiten
30-45 minPro Versagens-Befund Maßnahme: Barriere reparieren, ersetzen, verstärken oder ergänzen. Maßnahmen priorisieren nach Wirkung und Aufwand. Owner und Deadline pro Maßnahme. Hinweis: Maßnahme „Schulung wiederholen“ ist oft eine schwache Antwort. Wenn Versagensgrund Designschwäche war, ist Schulung Symptomtherapie. Engineered Solution vorziehen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
OwnerVersagensanalyse je Barriere - 6
Artefakt veröffentlichen
10 minArtefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
OwnerBarriere-Inventar
Session Brief
Für Einladung, Board, Ticket, PR-Beschreibung oder Workshop-Notiz.
# Session Brief: Barrier Analysis
## Ziel
Artefakt: Barriere-Inventar
## Arbeitsfrage
Welche Barrieren sollten den Schaden verhindern, welche existierten, funktionierten und wirkten ausreichend, und welche fehlen oder versagten?
## Kontext
Ereignisbeschreibung mit Schaden und Beteiligten; Liste vorhandener Schutzmechanismen (technisch, prozessual, organisatorisch); Risikobewertung der Anlage; Vorgängervorfälle.
## Setup
- Format: Methoden-Session
- Dauer: 2-4 h
- Modus: Workshop oder async
- Teilnehmende: Ein Analyst mit RCA-Erfahrung (lead); ein bis drei Domain-Spezialisten (Anlage, Prozess, Schutzsysteme); ein Owner der untersuchten Kontrollen; ein Sponsor mit Mandat zur Maßnahmenfreigabe.
- Owner: Ein Analyst mit RCA-Erfahrung (lead)
- Beteiligungsmodus: Teamrunde, gemeinsames Arbeiten und Alignment
- Ergebnislogik: Artefakt fertigstellen
## Beteiligungslogik
Nutze die Session für gemeinsames Verständnis. Beiträge werden sichtbar gesammelt, Annahmen werden abgeglichen und offene Unterschiede bleiben im Artefakt nachvollziehbar.
## Ergebnislogik
Die Session arbeitet direkt auf Barriere-Inventar hin. Das Artefakt soll nach der Session teilbar, reviewbar oder weiterverwendbar sein.
## Input
Whiteboard oder Diagramm-Tool mit Skizze Quelle -> Barrieren -> Ziel; Tabelle mit Spalten Barriere, Existent, Funktional, Wirksam, Versagensgrund, Maßnahme; Zugang zu Verfahren, Trainingsprotokollen, Audit-Reports, Logs.
## Vorbereitung
Diagramm-Skizze auf Whiteboard: Quelle links, Ziel rechts, Barrieren als vertikale Linien dazwischen. Tabelle vorbereitet. Verfahren und Reports griffbereit.
## Agenda
1. Phase 1: Wirkungslinie skizzieren (20-30 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Energie- oder Gefahrenquelle konkret benennen (z. B. „heißes Hydraulikfluid 80°C, 30 bar“). Zielperson oder Zielobjekt benennen. Wirkungslinie auf Whiteboard zeichnen. Hinweis: Wenn Quelle abstrakt bleibt („Risiko“), ist die Barriereanalyse nicht durchführbar. Konkrete physische, prozessuale oder organisatorische Wirkungslinie ist Pflicht. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Barriere-Inventar
2. Phase 2: Barrieren inventarisieren (30-45 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Alle vorhandenen Barrieren auflisten: technisch (Absperrungen, Sensoren, Notabschaltung), prozessual (Freigaben, Checklisten), organisatorisch (Schulung, Aufsicht). Pro Barriere kurze Beschreibung. Hinweis: Häufig werden nur technische Barrieren gesehen. Prozessuale und organisatorische Barrieren sind oft die ersten, die versagen, und gehören in die Liste. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Versagensanalyse je Barriere
3. Phase 3: Pro Barriere Existenz, Funktion, Wirksamkeit prüfen (45-90 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Barriere drei Fragen separat beantworten: Existierte sie zum Ereignis? Funktionierte sie technisch? Wirkte sie ausreichend? Pro Antwort Evidenz. Bei Versagen Versagensgrund dokumentieren. Hinweis: Mischbeurteilung („war da, aber nicht gut“) ist häufiger Fehler. Drei getrennte Fragen erzwingen Klarheit. Versagensgrund unterscheidet zwischen technischem Defekt, Bedienfehler und Designschwäche. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Maßnahmen-Backlog
4. Phase 4: Fehlende Barrieren identifizieren (20-30 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Phase der Wirkungslinie prüfen: welche Barriere fehlt, die das Ereignis hätte verhindern können? Branchenstandards, Best Practices und Audits referenzieren. Fehlende Barrieren als eigene Findings. Hinweis: Fehlende Barrieren werden gerne übersehen, weil sie nicht versagt haben (sie waren ja nicht da). Aktiv mit „was hätte sein müssen?“-Frage suchen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Barriere-Inventar
5. Phase 5: Maßnahmen ableiten (30-45 min)
Owner: Owner
Aktion: Pro Versagens-Befund Maßnahme: Barriere reparieren, ersetzen, verstärken oder ergänzen. Maßnahmen priorisieren nach Wirkung und Aufwand. Owner und Deadline pro Maßnahme. Hinweis: Maßnahme „Schulung wiederholen“ ist oft eine schwache Antwort. Wenn Versagensgrund Designschwäche war, ist Schulung Symptomtherapie. Engineered Solution vorziehen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Versagensanalyse je Barriere
6. Artefakt veröffentlichen (10 min)
Owner: Owner
Aktion: Artefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
Output: Barriere-Inventar
## Abschluss
- Ergebnisartefakt aktualisieren: Barriere-Inventar
- Ablageort, Version und Review-Empfänger festlegen.
- Owner, nächster Schritt und Reviewtermin festlegen.Arbeitsartefakt
Vorgefüllter Startpunkt auf Basis der passenden Vorlage.
# Barriere-Inventar: Barrier Analysis
## Arbeitsfrage
Welche Barrieren sollten den Schaden verhindern, welche existierten, funktionierten und wirkten ausreichend, und welche fehlen oder versagten?
## Kontext
Ereignisbeschreibung mit Schaden und Beteiligten; Liste vorhandener Schutzmechanismen (technisch, prozessual, organisatorisch); Risikobewertung der Anlage; Vorgängervorfälle.
## Beteiligte
- Owner: Ein Analyst mit RCA-Erfahrung (lead)
- Teilnehmende: Ein Analyst mit RCA-Erfahrung (lead); ein bis drei Domain-Spezialisten (Anlage, Prozess, Schutzsysteme); ein Owner der untersuchten Kontrollen; ein Sponsor mit Mandat zur Maßnahmenfreigabe.
## Input
Whiteboard oder Diagramm-Tool mit Skizze Quelle -> Barrieren -> Ziel; Tabelle mit Spalten Barriere, Existent, Funktional, Wirksam, Versagensgrund, Maßnahme; Zugang zu Verfahren, Trainingsprotokollen, Audit-Reports, Logs.
## Vorlage
# Barrier Analysis Arbeitsvorlage
## Ziel
Analysiert, welche Barrieren ein Ereignis hätten verhindern sollen und warum sie versagt haben.
## Kontext
Wann und wofür nutzen wir diese Methode?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?
## Durchführung
Kurze Notizen entlang des Run Sheets.
## Ergebnisartefakte
- Barriere-Inventar:
- Versagensanalyse je Barriere:
- Maßnahmen-Backlog:
## Annahmen und offene Fragen
- ...
## Entscheidung / Nächster Schritt
Owner, Datum und Erfolgssignal.
## Fertigstellungscheck
- Barriere-Inventar ist vollständig genug für Review:
- Ablageort:
- Version / Status:
- Review durch:
- Nächster Schritt:
## Nächster Schritt
- Ergebnis prüfen
- offene Fragen markieren
- Review oder Entscheidung terminierenBarrier Analysis Arbeitsvorlage
# Barrier Analysis Arbeitsvorlage
## Ziel
Analysiert, welche Barrieren ein Ereignis hätten verhindern sollen und warum sie versagt haben.
## Kontext
Wann und wofür nutzen wir diese Methode?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?
## Durchführung
Kurze Notizen entlang des Run Sheets.
## Ergebnisartefakte
- Barriere-Inventar:
- Versagensanalyse je Barriere:
- Maßnahmen-Backlog:
## Annahmen und offene Fragen
- ...
## Entscheidung / Nächster Schritt
Owner, Datum und Erfolgssignal.- Arbeitsfrage, Owner und Zielartefakt sind sichtbar.
- Das Ergebnis passt zu Barriere-Inventar.
- Datum, Incident-ID und Untersucher im Header. Pro Maßnahmen-Iteration neue Tabelle-Spalte (Status: open, in progress, done). Bei Folge-Vorfällen Verweis auf Vorhergehende Analyse.
- Offene Fragen sind als Follow-up notiert.
- Der nächste Review oder Entscheidungspunkt ist terminiert.