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Run SheetOperationsPersonal Execution

Weekly Review

KomplexitätLow
Zeit30-60 min
Teilnehmende1
FormatAsync
MaturityEstablished
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenGetting Things Done

Eine GTD-kompatible Aufgaben- und Projektliste oder vergleichbares Erfassungssystem existiert und wird in der Woche zumindest grob gepflegt.

Ohne: Ohne Erfassungssystem läuft Weekly Review ins Leere, weil keine konsolidierte Liste zum Durchgehen existiert.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Aufgabentool (z. B. Things, OmniFocus, Todoist, Linear, Notion); Kalender; Inbox (E-Mail, Slack, Notizen); Projektliste; Wochenreview-Checkliste; ruhiger Arbeitsplatz; 90 min ungestörte Zeit.

Personen / Rollen

Eine Person, die für sich die Review durchführt; bei Teams optional eine Team-Variante mit Lead, der Slot moderiert; Coach in der Einführungsphase optional.

Vorabinfos

Wochenreview ist eine persönliche Routine, kein Team-Termin (sofern nicht als Team-Variante). Fester Wochentag und Uhrzeit (z. B. Freitag 14-15:30 oder Sonntag 17:00) reservieren.

Zeitbedarf

60-90 min wöchentlich

Setup

Kalender und Aufgabentool offen, Inbox auf null bringen vorab oder als ersten Schritt der Review. Checkliste sichtbar machen (Get Clear, Get Current, Get Creative). Telefonbenachrichtigungen aus. Optional Timer pro Sektion.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Was ist seit letzter Woche passiert, was steht in der kommenden Woche an, und was wurde übersehen, vergessen oder verschoben, das jetzt eine Entscheidung braucht?

04

Ablauf

Marker: Sektion

SchrittDauerAktionHinweis
1Sektion 1: Get Clear
15-25 minInbox sammeln: E-Mail-Inbox, Notiz-App, lose Zettel, Slack-Saved-Items, Browser-Tabs, alles in Erfassungsstapel. Inbox verarbeiten: pro Item entscheiden Trash, Defer, Delegate, Do, Project.Wenn Inbox-Verarbeitung länger als 25 min dauert, ist Inbox die ganze Woche nicht gepflegt worden. Schwelle vereinbaren (Inbox max. 20 Items pro Tag), sonst zerfällt Review.
2Sektion 2: Get Current (Vorwoche)
15-20 minKalender der letzten Woche durchgehen: offene Followups, vergessene Verpflichtungen, Notizen aus Meetings in Aufgaben übersetzen. Erledigte Aufgaben abhaken, hängende prüfen.Häufiger Fehler: nur Vorausschau, keine Rückschau. Rückschau bringt 80% der vergessenen Items zutage. Kalender ist Goldgrube für Verbindlichkeiten.
3Sektion 3: Get Current (Projekte)
15-20 minProjektliste durchgehen: hat jedes aktive Projekt einen aktuellen Next Action? Welches Projekt ist faktisch tot und gehört archiviert. Was wurde abgeschlossen.Projekte ohne Next Action sind im Stillstand. Häufiger Fehler: Projekt bleibt in Liste, weil emotional verbunden. Faktisch tote Projekte explizit archivieren, nicht ignorieren.
4Sektion 4: Get Current (Vorschau)
10-15 minKalender der kommenden 1-2 Wochen prüfen: Vorbereitungen, Reisen, Konflikte. Termin-induzierte Aufgaben anlegen. Realistische Wochenplanung: was passt überhaupt rein.Wenn nach Vorschau klar wird, dass die Woche überladen ist, jetzt verhandeln (Termine verschieben, Aufgaben streichen), nicht montags. Vorschau ist Entscheidungsmoment.
5Sektion 5: Get Creative
10-15 minSomeday/Maybe-Liste durchgehen: was wandert in aktive Projekte, was bleibt. Reflexion: was läuft gut, was nicht, welche Hypothese probiere ich nächste Woche. Ein bis drei Wochenziele festhalten.Get Creative wird oft ausgelassen, weil Zeit knapp wird. Genau deswegen wichtig: Methode dient Wachstum, nicht nur Verwaltung. Auch 5 min Reflexion sind besser als gar keine.
05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Form

Aktualisierte Aufgaben- und Projektliste, geleerte Inboxes, Wochenrückblick-Notiz mit Erkenntnissen, ein bis drei Wochenzielen für die kommende Woche und einer Reflexionsnotiz zur Person oder Praxis.

Tool-Alternativen
  • Things 3, OmniFocus oder Todoist mit eigenem Review-Modus
  • Notion-Datenbank mit Wochenreview-Vorlage
  • Obsidian-Daily-Note mit Review-Template
  • Papier-Bullet-Journal mit Migrate-Routine
Versionierung / Ownership

Pro Woche eigene Review-Notiz mit Datum. Reflexionen werden zur Quelle für Quartals-Reviews. Notizen nicht löschen; nach 6 Monaten zeigt sich Verhaltensmuster, das alleine durch Review-Notizen sichtbar wird.

markdown

Weekly Review Arbeitsvorlage

Kompakte Arbeitsvorlage für Weekly Review mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.

# Weekly Review Arbeitsvorlage

## Ziel

Regelmäßige Wochenreflexion, um Aufgaben, Projekte, Kalender und nächste Schritte zu aktualisieren.

## Kontext

Wann und wofür nutzen wir diese Methode?

## Input

Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?

## Durchführung

Kurze Notizen entlang des Run Sheets.

## Ergebnisartefakte
- Updated Task System:
- Weekly Focus:
- Next Actions:

## Annahmen und offene Fragen

- ...

## Entscheidung / Nächster Schritt

Owner, Datum und Erfolgssignal.
06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario

weekly-review-beispiel.md
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## Wochenreview KW 20 — 17.05.2026 (Sabine)

### Get Clear
Inbox geleert (32 E-Mails, 8 Slack-Saved, 11 Notizen). 4 in Aufgaben, 2 delegiert, 1 als Projekt aufgenommen (Onboarding-Doku-Refresh).

### Vorwoche
- Kundeninterview mit Marlene: Followup-Mail offen, eingeplant für Montag.
- Architekturentscheidung-Diskussion mit Ben: ADR-Entwurf hat keinen Next Action, jetzt: „Draft bis Mittwoch“.
- Workshop „Cynefin“ am 12.05.: Notizen aus Foto übertragen, 3 Aktionen daraus.

### Projekte
- 12 aktiv, 2 archiviert („Marketing-Funnel-Pilot“ tot, „Konferenz-Talk Berlin“ abgeschlossen).
- Drei Projekte ohne Next Action: jetzt definiert.

### Vorschau KW 21
Montag-Mittwoch sehr voll (4 Meetings/Tag), Donnerstag offen für Deep Work. Freitag Workshop „Decision-Framing“ Vorbereitung.

### Wochenziele
- ADR-Entwurf veröffentlichen.
- Onboarding-Doku-Refresh starten.
- 2 h Deep Work am Donnerstag für Strategiepapier.

### Reflexion
Review lief diesmal 65 min, optimal. Inbox war diese Woche disziplinierter, Projektliste fühlt sich aufgeräumt an.
07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Falle

Review wird verschoben oder ausgelassen

Symptom

Nach 3-4 Wochen ohne Review wachsen Inbox und Projektliste, Effizienz fällt sichtbar.

Was tun

Fester Slot im Kalender, nicht verhandelbar mit anderen Meetings. Bei wiederholter Auslassung: Slot prüfen, vielleicht falsche Zeit oder zu lang. 45-min-Variante als Notlösung.

Falle

Review wird zur Verwaltung

Symptom

Person geht 90 min durch Listen, verschiebt Aufgaben, kein Wochenziel, keine Reflexion.

Was tun

Get-Creative-Sektion als Pflicht. Auch wenn Verwaltung mehr Zeit braucht, Reflexion auf 5-10 min nicht streichen. Sonst wird Review zur Pflichtübung ohne Lernen.

Falle

Inbox als Aufgabenliste

Symptom

Inbox enthält 200+ Items, viele bleiben Wochen ohne Entscheidung, Review wird ungewollt zur Inbox-Triage.

Was tun

Tägliche Inbox-Zero-Routine (5 min pro Tag). Review ist Konsolidierung, nicht Erstverarbeitung. Wenn Inbox über 50 Items pro Review, Tagespraxis anpassen.

Falle

Projekte ohne Definition

Symptom

Liste enthält Begriffe wie „Marketing“ oder „Team“ statt konkreter Projekte mit Outcome.

Was tun

Projekt = konkretes Outcome mit Abschlusszeitpunkt. „Marketing“ ist Verantwortungsbereich, kein Projekt. Bereiche separat führen, Projekte sind zeitlich definiert.

Falle

Wochenziele werden montags vergessen

Symptom

Am Freitag definiert, am Montag nicht wiedergesehen, am nächsten Freitag nicht abgehakt.

Was tun

Wochenziele am sichtbarsten Ort (Dashboard, Daily Note, Whiteboard). Montagmorgens-Routine: Wochenziele lesen, Tagesplan daran ausrichten.

08

Abbruchkriterien

Done-Signale, in unter einer Minute prüfbar

Kein Aufgaben- oder Erfassungssystem vorhanden, Review hat keine Inhalte.
Zeitfenster unter 45 min, mindestens drei Sektionen müssen ausfallen, Methode entartet.
Person ist in akutem Krisenmodus (Burnout, akute Deadline), Review wird zusätzliche Last; erst Last reduzieren, dann Review wieder aufnehmen.
Inbox-Wachstum übersteigt 3-fach normale Rate, Review als Methode überfordert; Inbox-Strategie überarbeiten.
Praxis besteht seit 6+ Wochen nur aus Verwaltung ohne Reflexion, Methode ist mechanisch geworden; pausieren oder neu kalibrieren.
Bei Team-Variante: Termin wird zur Status-Show, individueller Wert sinkt; auf persönliche Variante zurückkehren.

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