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Run SheetFacilitationConcept Comparison

3-Circle Venn Diagram

KomplexitätLow
Zeit15-45 min
Teilnehmende2-8
FormatBoth
MaturityCanonical
01

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Whiteboard, A3 oder Miro mit drei sich überlappenden Kreisen; Stickies in unterschiedlichen Farben pro Kreis; Timer; Liste der Items, die einsortiert werden sollen.

Personen / Rollen

Ein Facilitator; zwei bis acht Mitdenkende mit Kontext zu den drei Perspektiven; ein Scribe für die Auswertung der Überlappungs- und Exklusivbereiche.

Vorabinfos

Drei klar definierte Perspektiven, Mengen oder Optionen mit kurzer Beschreibung; vorbereitete Item-Liste (z. B. Skills, Anforderungen, Features); Zweck der Analyse (z. B. Sweet Spot, Differenzierung, Konfliktklärung).

Zeitbedarf

15-45 min

Setup

Drei Kreise mit klaren Labels. Sieben Bereiche entstehen: drei exklusive, drei paarweise Überlappungen, eine Tripel-Schnittmenge. Regel: jedes Item gehört in genau einen Bereich.

02

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Items liegen in welchen Schnittmengen der drei Perspektiven, und welche Implikationen ergeben sich für nächste Entscheidungen?

03

Ablauf

Marker: Minute

SchrittDauerAktionHinweis
10-5 min
5 minDrei Perspektiven schärfen. Pro Kreis ein 1-Satz-Kriterium: was zählt zu diesem Kreis. Beispiele am Rand für jeden Kreis.Unklare Kreisdefinitionen führen zu beliebigen Einsortierungen. Wenn ein Item überall passen könnte, sind Kriterien zu weich.
25-25 min
20 minItems still einordnen. Bei Konflikt offen diskutieren. Jedes Item bekommt genau einen Bereich; wenn unklar, im Tripel oder bei der passendsten Überlappung.Die häufigste Falle: Items werden in den zentralen Sweet Spot gewünscht, obwohl sie dort nicht hingehören. Disziplin: passt das Item zu allen drei Kriterien oder fehlt eines?
325-35 min
10 minAuswertung pro Bereich: was bedeutet eine volle Tripel-Schnittmenge, leere Überlappungen oder einseitige Häufung? Schlüsse für die Leitfrage ableiten.Eine leere Tripel-Schnittmenge ist ein wichtiger Befund (kein Sweet Spot), kein Versagen. Eine vollere Überlappung in einem Paar zeigt eine bestimmte Achse als dominant.
435-45 min
10 minNächste Schritte: pro relevantem Befund eine Aktion mit Owner und Datum. Mindestens drei Aktionen, sonst bleibt das Diagramm Diagnostik ohne Wirkung.Venn-Diagramme verleiten zur reinen Visualisierung. Workshop endet erst mit Aktionen, nicht mit hübschem Bild.
04

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Form

Reingezeichnetes Venn-Diagramm mit drei beschrifteten Kreisen, allen Items in den sieben Bereichen, Auswertungs-Tabelle (pro Bereich Befund und Implikation) und Liste der drei bis sieben nächsten Aktionen mit Owner und Datum.

Tool-Alternativen
  • Miro oder FigJam mit Venn-Template
  • Lucidchart oder draw.io für persistente Diagramme
  • Whiteboard-Foto plus Markdown-Tabelle
  • Notion-Page mit drei Spalten als Annäherung
Versionierung / Ownership

Pro Analyse ein Eintrag mit Datum und Leitfrage im Titel. Folge-Iterationen als Version 2 anlegen, vorherige Einsortierung als Vergleich behalten.

canvas

3-Circle Venn Diagram Arbeitsvorlage

Kompakte Arbeitsvorlage für 3-Circle Venn Diagram mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.

# 3-Circle Venn Diagram Canvas

## Kontext

Wofür wird die Methode eingesetzt?

## Kernfrage

Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?

## Input

Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?

## Arbeitsfläche

- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:

## Ergebnisartefakte
- Venn Diagram:
- Overlap Notes:
- Differentiators:

## Offene Fragen

- ...

## Nächster Schritt

Owner, Datum, Erfolgssignal.
05

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario

three-circle-venn-diagram-beispiel.md
markdown
## Venn — Hiring-Profil Senior Platform Engineer (15.05.2026)

**Drei Kreise**: (A) Kubernetes Operations Tiefe, (B) Go-Codebase-Erfahrung, (C) Developer-Experience-Mindset.

**Tripel-Schnittmenge (Sweet Spot)**: 2 Kandidaten in der aktuellen Pipeline.

**A ∩ B (ohne C)**: 7 Kandidaten. Befund: starke Engineering, aber DX-Mindset fehlt. Implikation: Onboarding-Risiko, Senior-Mentoring nötig.

**B ∩ C (ohne A)**: 5 Kandidaten. Befund: würden gut ins Team passen, aber operations-light, Risiko bei Cluster-Incidents.

**A ∩ C (ohne B)**: 3 Kandidaten. Befund: Go-Lernkurve, 4-6 Wochen.

**Nur A**: 14 Kandidaten. **Nur B**: 9. **Nur C**: 11.

**Implikationen**:
1. Sweet-Spot-Pool ist zu klein, weitere Quellen aktivieren (Owner: @anna, bis 25.05.).
2. B∩C als nächstbeste Option erwägen, mit dediziertem K8s-Buddy in den ersten 90 Tagen (Owner: @ben).
3. Hiring-Kriterien neu kalibrieren: gewichtetes Profil statt absoluter Sweet-Spot-Anforderung (Owner: @lisa, bis 30.05.).
06

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Falle

Kreise zu vage definiert

Symptom

Teilnehmende interpretieren Kriterien unterschiedlich, Einsortierung wird beliebig.

Was tun

Kreis-Kriterien als 1-Satz-Definition mit 2-3 Beispielen vor Sortierung festschreiben. Bei Konflikt Definitionen schärfen, nicht Item verschieben.

Falle

Sweet Spot als Wunschdenken

Symptom

Items werden in die Tripel-Schnittmenge gedrängt, obwohl sie nur zwei Kriterien erfüllen.

Was tun

Pro Item explizit prüfen, ob es alle drei Kreis-Kriterien erfüllt. Wenn nicht, in die passende Paar-Überlappung.

Falle

Keine Aktion

Symptom

Diagramm hängt an der Wand, aber keine Entscheidung folgt.

Was tun

Letzte 10 min für Aktionen reservieren. Pro Bereich mindestens eine Implikation, gesamt drei bis sieben Aktionen mit Owner.

Falle

Items zu generisch

Symptom

Items wie „Innovation“ oder „Effizienz“ sind nicht einsortierbar.

Was tun

Items in Operationalisierungen zerlegen, bevor Sortierung beginnt. Generische Begriffe als Cluster-Header verwenden, nicht als Items.

Falle

Statistik statt Analyse

Symptom

Workshop zählt nur Items pro Bereich, ohne Implikationen zu ziehen.

Was tun

Pro Bereich zwei Fragen: was bedeutet die Häufung oder Leere für die Leitfrage? Welche Entscheidung wird dadurch gestützt?

07

Abbruchkriterien

Done-Signale, in unter einer Minute prüfbar

Mehr als drei Perspektiven sind eigentlich relevant, dann ist Venn nicht das passende Format.
Items lassen sich nicht eindeutig einsortieren, Kriterien sind nicht trennscharf.
Zweck der Analyse ist unklar, Visualisierung bleibt ohne Konsequenz.
Gruppe ohne Kontext zu den Perspektiven, Einsortierung wird Hörensagen.
Items sind alle in derselben Schnittmenge erwartbar, Diagramm bringt keinen Erkenntnisgewinn.
Visualisierung wird nur dekorativ erwartet, ohne Aktionen; Aufwand passt nicht.

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