Meine Session planen
Plane einen konkreten Arbeitsblock mit Agenda, Rollen, Vorbereitung und kopierbarem Ergebnisartefakt.
Session: Theory of Constraints
Der Plan übersetzt die Methode in einen konkreten moderierten Arbeitsblock. Die Eingaben fließen direkt in Session Brief und Arbeitsartefakt.
Methoden-Session mit 3-12. Der Plan nutzt die vorhandene Methodenlogik und das Run Sheet.
Run Sheet- 1
Phase 1: Engpass identifizieren
45-60 minPro Prozess-Schritt Durchsatz, WIP und Wartezeit sichtbar machen. Engpass ist der Schritt mit höchstem WIP davor und Durchsatz unterhalb der Nachfrage. Konsens auf den einen Engpass. Hinweis: Häufiger Fehler: politischer Engpass (der Schritt mit den lautesten Beschwerden) statt datenmäßiger. Daten gewinnen, nicht Wahrnehmung. Bei mehreren Kandidaten: Little's Law als Test. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorConstraint Map - 2
Phase 2: Engpass ausnutzen
45-60 minWie wird der Engpass-Schritt maximal genutzt: keine Unterbrechung durch Defekte, kein Leerlauf, keine doppelte Bearbeitung. Konkrete Maßnahmen für die nächsten 2 Wochen. Hinweis: Ausnutzen bedeutet nicht überlasten. Engpass darf nicht durch fehlende Inputs warten, aber auch nicht durch Schlechtteile blockiert sein. Qualitätskontrolle vor dem Engpass, nicht danach. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorImprovement Plan - 3
Phase 3: Rest dem Engpass unterordnen
30-45 minAlle Nicht-Engpass-Schritte werden auf Engpass-Takt eingestellt. Vorgelagerte Schritte liefern nur so viel, wie Engpass aufnimmt. Nachgelagerte Schritte sind schneller als Engpass und warten gelegentlich. Hinweis: Lokale Optimierung der Nicht-Engpässe schadet. Engineering schneller machen, wenn Code-Review der Engpass ist, baut WIP auf, nicht Durchsatz. Unterordnung ist häufig der schwierigste Schritt. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorFlow Metrics - 4
Phase 4: Engpass elevieren
30-45 minWenn nach Phase 2 und 3 Engpass weiterhin limitiert: Kapazität erhöhen (Investition, Personal, Tool). Maßnahmen mit Kosten und erwartetem Nutzen, Entscheidung über Investition. Hinweis: Elevieren ist die teuerste Stufe und sollte zuletzt kommen. Häufig zeigt sich nach Phase 2 und 3, dass der Engpass anderswo wandert, bevor Investition nötig wird. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorConstraint Map - 5
Phase 5: Review und Wandern
30 min, dann alle 2-4 WochenNach 2-4 Wochen: ist der Engpass noch derselbe oder gewandert? Wenn gewandert, neuen Engpass identifizieren, Schritte 2-4 erneut. Wenn nicht gewandert, prüfen warum. Hinweis: Engpass wandert oft schneller als erwartet. Wer denselben Engpass über 3 Monate kennt, hat entweder Phase 4 nicht durchgeführt oder einen organisatorischen Engpass (Politik, Vertrag), nicht einen operativen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
OwnerImprovement Plan - 6
Artefakt veröffentlichen
10 minArtefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
OwnerConstraint Map
Session Brief
Für Einladung, Board, Ticket, PR-Beschreibung oder Workshop-Notiz.
# Session Brief: Theory of Constraints
## Ziel
Artefakt: Constraint Map
## Arbeitsfrage
Welcher Schritt im Prozess begrenzt aktuell den Gesamtdurchsatz, wie wird dieser Engpass maximal ausgenutzt, und welche Eskalationsstufe (ausnutzen, unterordnen, elevieren) ist als nächstes dran?
## Kontext
Prozess-Map mit Durchsatzdaten pro Schritt (letzte 4-12 Wochen); bekannte Beschwerden über Wartezeiten oder Stau; aktuelle Verbesserungsinitiativen; Zielgröße (Durchsatz, Lead Time, Variabilität).
## Setup
- Format: Methoden-Session
- Dauer: Initial-Workshop 3-4 h, dann iterative Reviews alle 2-4 Wochen
- Modus: Workshop oder async
- Teilnehmende: Ein TOC-Coach oder Lean-Erfahrener; 4-8 Personen mit Prozess- und Datenkenntnis (Ops, Engineering, Management); ein Scribe; bei abteilungsübergreifenden Engpässen Vertretung aller betroffenen Bereiche.
- Owner: Ein TOC-Coach oder Lean-Erfahrener
- Beteiligungsmodus: Teamrunde, gemeinsames Arbeiten und Alignment
- Ergebnislogik: Artefakt fertigstellen
## Beteiligungslogik
Nutze die Session für gemeinsames Verständnis. Beiträge werden sichtbar gesammelt, Annahmen werden abgeglichen und offene Unterschiede bleiben im Artefakt nachvollziehbar.
## Ergebnislogik
Die Session arbeitet direkt auf Constraint Map hin. Das Artefakt soll nach der Session teilbar, reviewbar oder weiterverwendbar sein.
## Input
Whiteboard mit Prozess-Übersicht; Daten zu Durchsatz, WIP, Wartezeiten pro Schritt; Plakat mit TOC-Five-Focusing-Steps; Marker; Vorlage für Engpass-Maßnahmen.
## Vorbereitung
Prozess-Map sichtbar mit Durchsatz pro Schritt. Five-Focusing-Steps als Wandplakat: 1) Engpass identifizieren, 2) Engpass ausnutzen, 3) Rest dem Engpass unterordnen, 4) Engpass elevieren, 5) Wenn Engpass gebrochen, zurück zu Schritt 1. Daten-Snapshot mit Zeitstempel.
## Agenda
1. Phase 1: Engpass identifizieren (45-60 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Prozess-Schritt Durchsatz, WIP und Wartezeit sichtbar machen. Engpass ist der Schritt mit höchstem WIP davor und Durchsatz unterhalb der Nachfrage. Konsens auf den einen Engpass. Hinweis: Häufiger Fehler: politischer Engpass (der Schritt mit den lautesten Beschwerden) statt datenmäßiger. Daten gewinnen, nicht Wahrnehmung. Bei mehreren Kandidaten: Little's Law als Test. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Constraint Map
2. Phase 2: Engpass ausnutzen (45-60 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Wie wird der Engpass-Schritt maximal genutzt: keine Unterbrechung durch Defekte, kein Leerlauf, keine doppelte Bearbeitung. Konkrete Maßnahmen für die nächsten 2 Wochen. Hinweis: Ausnutzen bedeutet nicht überlasten. Engpass darf nicht durch fehlende Inputs warten, aber auch nicht durch Schlechtteile blockiert sein. Qualitätskontrolle vor dem Engpass, nicht danach. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Improvement Plan
3. Phase 3: Rest dem Engpass unterordnen (30-45 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Alle Nicht-Engpass-Schritte werden auf Engpass-Takt eingestellt. Vorgelagerte Schritte liefern nur so viel, wie Engpass aufnimmt. Nachgelagerte Schritte sind schneller als Engpass und warten gelegentlich. Hinweis: Lokale Optimierung der Nicht-Engpässe schadet. Engineering schneller machen, wenn Code-Review der Engpass ist, baut WIP auf, nicht Durchsatz. Unterordnung ist häufig der schwierigste Schritt. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Flow Metrics
4. Phase 4: Engpass elevieren (30-45 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Wenn nach Phase 2 und 3 Engpass weiterhin limitiert: Kapazität erhöhen (Investition, Personal, Tool). Maßnahmen mit Kosten und erwartetem Nutzen, Entscheidung über Investition. Hinweis: Elevieren ist die teuerste Stufe und sollte zuletzt kommen. Häufig zeigt sich nach Phase 2 und 3, dass der Engpass anderswo wandert, bevor Investition nötig wird. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Constraint Map
5. Phase 5: Review und Wandern (30 min, dann alle 2-4 Wochen)
Owner: Owner
Aktion: Nach 2-4 Wochen: ist der Engpass noch derselbe oder gewandert? Wenn gewandert, neuen Engpass identifizieren, Schritte 2-4 erneut. Wenn nicht gewandert, prüfen warum. Hinweis: Engpass wandert oft schneller als erwartet. Wer denselben Engpass über 3 Monate kennt, hat entweder Phase 4 nicht durchgeführt oder einen organisatorischen Engpass (Politik, Vertrag), nicht einen operativen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Improvement Plan
6. Artefakt veröffentlichen (10 min)
Owner: Owner
Aktion: Artefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
Output: Constraint Map
## Abschluss
- Ergebnisartefakt aktualisieren: Constraint Map
- Ablageort, Version und Review-Empfänger festlegen.
- Owner, nächster Schritt und Reviewtermin festlegen.Arbeitsartefakt
Vorgefüllter Startpunkt auf Basis der passenden Vorlage.
# Constraint Map: Theory of Constraints
## Arbeitsfrage
Welcher Schritt im Prozess begrenzt aktuell den Gesamtdurchsatz, wie wird dieser Engpass maximal ausgenutzt, und welche Eskalationsstufe (ausnutzen, unterordnen, elevieren) ist als nächstes dran?
## Kontext
Prozess-Map mit Durchsatzdaten pro Schritt (letzte 4-12 Wochen); bekannte Beschwerden über Wartezeiten oder Stau; aktuelle Verbesserungsinitiativen; Zielgröße (Durchsatz, Lead Time, Variabilität).
## Beteiligte
- Owner: Ein TOC-Coach oder Lean-Erfahrener
- Teilnehmende: Ein TOC-Coach oder Lean-Erfahrener; 4-8 Personen mit Prozess- und Datenkenntnis (Ops, Engineering, Management); ein Scribe; bei abteilungsübergreifenden Engpässen Vertretung aller betroffenen Bereiche.
## Input
Whiteboard mit Prozess-Übersicht; Daten zu Durchsatz, WIP, Wartezeiten pro Schritt; Plakat mit TOC-Five-Focusing-Steps; Marker; Vorlage für Engpass-Maßnahmen.
## Vorlage
# Theory of Constraints Canvas
## Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
## Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
## Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
## Ergebnisartefakte
- Constraint Map:
- Improvement Plan:
- Flow Metrics:
## Offene Fragen
- ...
## Nächster Schritt
Owner, Datum, Erfolgssignal.
## Fertigstellungscheck
- Constraint Map ist vollständig genug für Review:
- Ablageort:
- Version / Status:
- Review durch:
- Nächster Schritt:
## Nächster Schritt
- Ergebnis prüfen
- offene Fragen markieren
- Review oder Entscheidung terminierenTheory of Constraints Arbeitsvorlage
# Theory of Constraints Canvas
## Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
## Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
## Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
## Ergebnisartefakte
- Constraint Map:
- Improvement Plan:
- Flow Metrics:
## Offene Fragen
- ...
## Nächster Schritt
Owner, Datum, Erfolgssignal.- Arbeitsfrage, Owner und Zielartefakt sind sichtbar.
- Das Ergebnis passt zu Constraint Map.
- Pro Iteration Eintrag mit Datum, identifiziertem Engpass, Daten-Snapshot und durchgeführten Maßnahmen. Historie nicht überschreiben, Wanderkarte zeigt strukturelle Muster.
- Offene Fragen sind als Follow-up notiert.
- Der nächste Review oder Entscheidungspunkt ist terminiert.