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Run SheetOperationsPersonal Productivity

Getting Things Done

KomplexitätMedium
Zeit1-2 h Setup, laufend
Teilnehmende1
FormatAsync
MaturityCanonical
01

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Aufgabenmanager (Things, Todoist, OmniFocus, Notion) oder Markdown-Setup; physische Inbox-Schale; digitale Inbox-Sammler (Mail-Foldern, Quick-Capture-App); Wochen-Termin-Slot von 60-90 min; Kalender für Engage-Phase.

Personen / Rollen

Solo-Praxis, eine Person. Optional Coach oder Buddy für die ersten 4 Wochen, der wöchentlich Review-Disziplin spiegelt.

Vorabinfos

Aktuelle offene Schleifen, ungelesene Mails, Notizzettel, vergessene Versprechen; aktuelle Verantwortlichkeiten (Areas) und laufenden Projekte; bevorzugter Kontextbegriff (z. B. @home, @büro, @anruf).

Zeitbedarf

1-2 h Setup, laufend

Setup

Listen anlegen: Inbox, Projects, Next Actions, Waiting For, Someday/Maybe, Reference, Tickler. Pro Liste die GTD-Definition als Header. Wochen-Review-Termin im Kalender als wiederkehrender Slot.

02

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche nächste konkrete Aktion bringt die jeweils richtige offene Schleife im richtigen Kontext voran?

03

Ablauf

Marker: Sektion

SchrittDauerAktionHinweis
1Sektion 1: Capture
Initial 60-120 min, danach laufendAlles, was Aufmerksamkeit beansprucht, in die Inbox: Mails, Notizzettel, Versprechen, mentale Schleifen. Initial einmal komplett, danach kontinuierlich.„Alles“ heißt alles, auch unbequemes (z. B. Steuererklärung 2024 erledigen). Wer filtert, baut Schuldgefühle. Capture ohne Bewertung.
2Sektion 2: Clarify
10-20 min täglichPro Inbox-Item drei Fragen: ist es umsetzbar? Wenn nein: archive, Someday/Maybe oder Müll. Wenn ja: ist es ein Projekt (>1 Aktion)? Was ist die nächste konkrete Aktion?Nächste Aktion ist eine konkrete physische oder digitale Tätigkeit, kein Thema. „Marketing-Strategie“ ist kein Next Action, „Termin mit @lisa fixieren“ schon.
3Sektion 3: Organize
10 min täglichNext Actions in Kontextlisten (@anruf, @büro, @errands, @computer). Projekte mit definiertem Outcome in Projects-Liste. Wartende auf andere in Waiting For mit Datum. Termine in Kalender.Kontextlisten sind Hebel: an der richtigen Liste wird produktiv. Wer alles in einer Liste hat, scrollt statt zu handeln. Kalender nur für Aktionen mit konkreter Zeit.
4Sektion 4: Reflect (Wochen-Review)
60-90 min wöchentlichInbox leeren, Projects-Liste prüfen (jedes Projekt hat eine Next Action?), Waiting For nachfassen, Kalender der nächsten 2 Wochen, Someday/Maybe scannen. Areas anschauen.Wochen-Review ist der Kern. Ohne dieses Ritual verfällt das System binnen 3 Wochen. Termin als Verpflichtung, nicht „wenn Zeit ist“.
5Sektion 5: Engage
TäglichAktion wählen nach Kontext (wo bin ich, was kann ich tun?), verfügbarer Zeit, Energie und Priorität. Aktion durchführen, abhaken oder neu definieren.Engage ist nicht Priorisierung von außen, sondern situative Wahl. Wer hier wieder die ganze Liste sortiert, hat den Sinn verloren.
04

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Form

Vollständig aufgesetztes GTD-System in einem Aufgabenmanager mit allen sieben Listen, befüllt aus initialem Capture, Wochen-Review als wiederkehrender Termin, geteilter Projekte-Liste mit Owner und Next Action pro Projekt sowie Areas-of-Responsibility-Liste.

Tool-Alternativen
  • Things 3 oder OmniFocus mit GTD-Native-Setup
  • Todoist mit Projekten und Etiketten
  • Notion-Datenbank mit Status-Property und Kontext-Tag
  • Plain-Text mit Markdown und Datei pro Liste
Versionierung / Ownership

Initiale Setup-Notiz mit Datum. Reviews protokollieren, vor allem strukturelle Anpassungen (neue Area, neuer Kontext). Bei System-Drift Wochen-Review nutzen, nicht stiller Rebuild.

markdown

Getting Things Done Arbeitsvorlage

Kompakte Arbeitsvorlage für Getting Things Done mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.

# Getting Things Done Arbeitsvorlage

## Ziel

Systematisiert Aufgaben, Verpflichtungen und nächste Schritte in einem vertrauenswürdigen Workflow.

## Kontext

Wann und wofür nutzen wir diese Methode?

## Input

Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?

## Durchführung

Kurze Notizen entlang des Run Sheets.

## Ergebnisartefakte
- Action Lists:
- Project List:
- Review Routine:

## Annahmen und offene Fragen

- ...

## Entscheidung / Nächster Schritt

Owner, Datum und Erfolgssignal.
05

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario

getting-things-done-beispiel.md
markdown
## GTD-Setup — Sabine (Solo-Steuerberaterin), gestartet 11.05.2026

**Tool**: Things 3. Wochen-Review jeden Sonntag 18:00, 75 min.

**Listen**
- Inbox (heute 0 Items nach Sonntag-Review).
- Projects (12 aktiv): „Mandant Meyer Steuererklärung 2025 abschließen“, „Buchhaltungs-Software wechseln evaluieren“, „Lohnverarbeitung Mai für 3 Mandanten“, ...
- Areas (5): Mandanten, Eigene Buchhaltung, Personal, Schulung, Privat.
- Next Actions in Kontexten: @anruf (4), @büro (8), @datev (3), @errands (2), @computer (11).
- Waiting For (6): „Antwort Mandant Schmidt zu USt-Belegen, seit 12.05.“; „DATEV-Support-Ticket #4711, eskaliert 15.05.“.
- Someday/Maybe (14): „Steuerblog starten“, „Praktikum aufnehmen“, „Kanzlei-Räume erweitern“.

**Beispiel-Wochen-Review-Eintrag (17.05.)**: Inbox geleert (32 -> 0). Drei Projekte ohne Next Action gefunden, ergänzt. Mandant-Meyer hat Termin verschoben, Kalender angepasst. Someday/Maybe-Eintrag „CRM evaluieren“ in Project promoviert.

**Engage-Routine**: 08:00 Tagesplanung 5 min, 1 wichtigste Aufgabe vor erstem Termin. Lange Slots für @datev-Liste, kurze @anruf-Slots in Wartezeiten.
06

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Falle

Capture lückenhaft

Symptom

Mentale Schleifen bleiben außerhalb des Systems, Vertrauen sinkt, System wird umgangen.

Was tun

Quick-Capture-Tool immer verfügbar (App auf Phone, Index-Karten in Tasche). Wochen-Review prüft, ob Schleifen draußen geblieben sind.

Falle

Next Action zu vage

Symptom

Listen voller Themen („Marketing“) statt Aktionen („Mail an @lisa zur Webinar-Terminanfrage“).

Was tun

Pro Item Verb + Objekt + Kontext. Wenn unklar, ist Item ein Projekt; Next Action getrennt formulieren.

Falle

Wochen-Review fällt aus

Symptom

Ein bis zwei Reviews verschoben, System driftet, Inbox füllt sich auf 200+ Items.

Was tun

Review-Termin als Pflicht behandeln. Bei Ausfall am nächsten Tag nachholen, nicht aussetzen. Buddy-Disziplin in den ersten 4 Wochen.

Falle

Tool-Hopping

Symptom

Alle 6 Wochen Wechsel des Tools, System wird nie reif, Daten verloren oder dupliziert.

Was tun

Mindestens 12 Wochen mit einem Tool, bevor Wechsel evaluiert wird. Tool-Wechsel als Projekt mit Folgeaktion behandeln.

Falle

Priorisierung dominiert Engage

Symptom

Statt situativ zu wählen, wird täglich neu priorisiert, Engage-Phase wird Mini-Wochen-Review.

Was tun

Engage nach Kontext, Zeit, Energie. Priorisierung gehört in Review, nicht Engage. Wer täglich priorisiert, hat das System nicht verinnerlicht.

07

Abbruchkriterien

Done-Signale, in unter einer Minute prüfbar

Person hat akut keine Kapazität, 1-2 h für Initial-Setup zu investieren, System startet nicht.
Arbeit ist primär reaktiv (z. B. operativer Support), Next-Action-Liste verfällt sofort.
Aufgaben sind extern verwaltet (Ticket-System), GTD dupliziert.
Wochen-Review wird grundsätzlich nicht beibehalten, dann ist das System nicht GTD, sondern Capture-only.
Person bevorzugt zeitbasierte Planung (Time Blocking) komplett über Kontext-Listen, GTD passt nicht.
Tool-Auswahl wird zur Dauerschleife, System kommt nicht in Betrieb.

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