Meine Session planen
Plane einen konkreten Arbeitsblock mit Agenda, Rollen, Vorbereitung und kopierbarem Ergebnisartefakt.
Session: Card Sorting
Der Plan übersetzt die Methode in einen konkreten moderierten Arbeitsblock. Die Eingaben fließen direkt in Session Brief und Arbeitsartefakt.
Methoden-Session mit 5-15. Der Plan nutzt die vorhandene Methodenlogik und das Run Sheet.
Run Sheet- 1
Phase 1: Pilot mit 2-3 Personen
1-2 hMit kleinem Sample Sort durchführen. Karten-Verständlichkeit prüfen: wo werden Karten in „weiß-nicht“-Stapel gelegt? Wo entstehen Verwirrungen über Begriffe? Hinweis: Pilot zeigt Karten-Probleme, die später Daten kontaminieren. Karten umbenennen oder splitten bevor Hauptdurchlauf startet. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorContent Groups - 2
Phase 2: Hauptdurchlauf
20-45 min je TeilnehmerPro Session: Karten zufällig vorlegen oder Tool starten. Teilnehmer sortiert ohne Hilfe in selbst- oder vorgegebene Kategorien. Bei moderiertem Sort Think-Aloud erfragen. Hinweis: Bei Stille zwischendurch erinnern: „Erklären Sie laut, was Sie gerade denken.“ Nicht beeinflussen, nicht erklären. Tester entscheidet allein. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorLabel Set - 3
Phase 3: Post-Sort-Interview
5-10 min je SessionBegründungen pro Kategorie erfragen. Schwierigste Karten benennen lassen. Welche Karten passten in keine? Welche Kategorien fehlen? Hinweis: Post-Sort-Begründungen sind oft wertvoller als die Sortierung selbst. Erklärungen verraten mentale Modelle, die im Sort nicht sichtbar werden. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorIA Hypotheses - 4
Phase 4: Quantitative Auswertung (Open Sort)
3-6 hSimilarity Matrix erstellen: wie oft landeten Karte X und Y im selben Cluster. Dendrogramm oder Heatmap visualisieren. Cluster-Schwelle definieren (z. B. >50% Übereinstimmung). Hinweis: Tools wie Optimal Workshop berechnen das automatisch. Bei manueller Auswertung Excel-Pivot oder Online-Tools nutzen. Cluster sind selten eindeutig, Grauzonen sind normal. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorContent Groups - 5
Phase 5: Qualitative Synthese und IA-Vorschlag
2-4 hCluster mit Pilot-Begründungen abgleichen. Label-Vorschläge synthetisieren (häufigste Begriffe von Teilnehmern). IA-Vorschlag ableiten, mit Tree Testing oder First-Click-Test validieren. Hinweis: Card Sort allein validiert keine IA. Es liefert Hypothesen. Tree Testing ist der Validierungs-Schritt danach. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
OwnerLabel Set - 6
Artefakt veröffentlichen
10 minArtefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
OwnerContent Groups
Session Brief
Für Einladung, Board, Ticket, PR-Beschreibung oder Workshop-Notiz.
# Session Brief: Card Sorting
## Ziel
Artefakt: Content Groups
## Arbeitsfrage
Wie gruppiert die Zielgruppe die Inhalte intuitiv, welche Labels verwendet sie, und wo weicht das mentale Modell der Nutzer von der aktuellen IA ab?
## Kontext
Vollständige Content-Liste; Zielgruppen-Definition; bekannte aktuelle IA und ihre Schwachstellen; Hypothesen zu möglichen Gruppierungen; Recruiting-Plan.
## Setup
- Format: Methoden-Session
- Dauer: 20-45 min je Sort, plus 4-8 h Auswertung
- Modus: Workshop oder async
- Teilnehmende: Ein UX-Researcher als Owner; ein Moderator (kann derselbe sein) für moderierte Sessions; mind. 15 Teilnehmer aus Zielgruppe für quantitative Cluster-Analyse, 5-8 bei moderiertem Sort mit qualitativer Auswertung.
- Owner: Ein UX-Researcher als Owner
- Beteiligungsmodus: Teamrunde, gemeinsames Arbeiten und Alignment
- Ergebnislogik: Artefakt fertigstellen
## Beteiligungslogik
Nutze die Session für gemeinsames Verständnis. Beiträge werden sichtbar gesammelt, Annahmen werden abgeglichen und offene Unterschiede bleiben im Artefakt nachvollziehbar.
## Ergebnislogik
Die Session arbeitet direkt auf Content Groups hin. Das Artefakt soll nach der Session teilbar, reviewbar oder weiterverwendbar sein.
## Input
30-80 Karten (physisch oder digital) mit eindeutigen Begriffen; bei Closed Sort vorbereitete Kategorie-Karten; Tool für digitale Sorts (Optimal Workshop, UserZoom, Maze); Notizen-Template pro Teilnehmer.
## Vorbereitung
Karten zufällig anordnen vor jedem Sort (kein Pattern). Bei Open Sort: leere Kategorie-Felder. Bei Closed Sort: vorgegebene Kategorien sichtbar. Hybrid Sort kombiniert beides (Closed mit Möglichkeit, eigene Kategorien zu ergänzen).
## Agenda
1. Phase 1: Pilot mit 2-3 Personen (1-2 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Mit kleinem Sample Sort durchführen. Karten-Verständlichkeit prüfen: wo werden Karten in „weiß-nicht“-Stapel gelegt? Wo entstehen Verwirrungen über Begriffe? Hinweis: Pilot zeigt Karten-Probleme, die später Daten kontaminieren. Karten umbenennen oder splitten bevor Hauptdurchlauf startet. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Content Groups
2. Phase 2: Hauptdurchlauf (20-45 min je Teilnehmer)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Session: Karten zufällig vorlegen oder Tool starten. Teilnehmer sortiert ohne Hilfe in selbst- oder vorgegebene Kategorien. Bei moderiertem Sort Think-Aloud erfragen. Hinweis: Bei Stille zwischendurch erinnern: „Erklären Sie laut, was Sie gerade denken.“ Nicht beeinflussen, nicht erklären. Tester entscheidet allein. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Label Set
3. Phase 3: Post-Sort-Interview (5-10 min je Session)
Owner: Facilitator
Aktion: Begründungen pro Kategorie erfragen. Schwierigste Karten benennen lassen. Welche Karten passten in keine? Welche Kategorien fehlen? Hinweis: Post-Sort-Begründungen sind oft wertvoller als die Sortierung selbst. Erklärungen verraten mentale Modelle, die im Sort nicht sichtbar werden. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: IA Hypotheses
4. Phase 4: Quantitative Auswertung (Open Sort) (3-6 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Similarity Matrix erstellen: wie oft landeten Karte X und Y im selben Cluster. Dendrogramm oder Heatmap visualisieren. Cluster-Schwelle definieren (z. B. >50% Übereinstimmung). Hinweis: Tools wie Optimal Workshop berechnen das automatisch. Bei manueller Auswertung Excel-Pivot oder Online-Tools nutzen. Cluster sind selten eindeutig, Grauzonen sind normal. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Content Groups
5. Phase 5: Qualitative Synthese und IA-Vorschlag (2-4 h)
Owner: Owner
Aktion: Cluster mit Pilot-Begründungen abgleichen. Label-Vorschläge synthetisieren (häufigste Begriffe von Teilnehmern). IA-Vorschlag ableiten, mit Tree Testing oder First-Click-Test validieren. Hinweis: Card Sort allein validiert keine IA. Es liefert Hypothesen. Tree Testing ist der Validierungs-Schritt danach. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Label Set
6. Artefakt veröffentlichen (10 min)
Owner: Owner
Aktion: Artefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
Output: Content Groups
## Abschluss
- Ergebnisartefakt aktualisieren: Content Groups
- Ablageort, Version und Review-Empfänger festlegen.
- Owner, nächster Schritt und Reviewtermin festlegen.Arbeitsartefakt
Vorgefüllter Startpunkt auf Basis der passenden Vorlage.
# Content Groups: Card Sorting
## Arbeitsfrage
Wie gruppiert die Zielgruppe die Inhalte intuitiv, welche Labels verwendet sie, und wo weicht das mentale Modell der Nutzer von der aktuellen IA ab?
## Kontext
Vollständige Content-Liste; Zielgruppen-Definition; bekannte aktuelle IA und ihre Schwachstellen; Hypothesen zu möglichen Gruppierungen; Recruiting-Plan.
## Beteiligte
- Owner: Ein UX-Researcher als Owner
- Teilnehmende: Ein UX-Researcher als Owner; ein Moderator (kann derselbe sein) für moderierte Sessions; mind. 15 Teilnehmer aus Zielgruppe für quantitative Cluster-Analyse, 5-8 bei moderiertem Sort mit qualitativer Auswertung.
## Input
30-80 Karten (physisch oder digital) mit eindeutigen Begriffen; bei Closed Sort vorbereitete Kategorie-Karten; Tool für digitale Sorts (Optimal Workshop, UserZoom, Maze); Notizen-Template pro Teilnehmer.
## Vorlage
# Card Sorting Arbeitsvorlage
## Ziel
Zeigt, wie Nutzende Inhalte gruppieren und benennen.
## Kontext
Wann und wofür nutzen wir diese Methode?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?
## Durchführung
Kurze Notizen entlang des Run Sheets.
## Ergebnisartefakte
- Content Groups:
- Label Set:
- IA Hypotheses:
## Annahmen und offene Fragen
- ...
## Entscheidung / Nächster Schritt
Owner, Datum und Erfolgssignal.
## Fertigstellungscheck
- Content Groups ist vollständig genug für Review:
- Ablageort:
- Version / Status:
- Review durch:
- Nächster Schritt:
## Nächster Schritt
- Ergebnis prüfen
- offene Fragen markieren
- Review oder Entscheidung terminierenCard Sorting Arbeitsvorlage
# Card Sorting Arbeitsvorlage
## Ziel
Zeigt, wie Nutzende Inhalte gruppieren und benennen.
## Kontext
Wann und wofür nutzen wir diese Methode?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?
## Durchführung
Kurze Notizen entlang des Run Sheets.
## Ergebnisartefakte
- Content Groups:
- Label Set:
- IA Hypotheses:
## Annahmen und offene Fragen
- ...
## Entscheidung / Nächster Schritt
Owner, Datum und Erfolgssignal.- Arbeitsfrage, Owner und Zielartefakt sind sichtbar.
- Das Ergebnis passt zu Content Groups.
- Pro Sort-Runde eigener Datensatz mit Datum, Sample-Größe, Karten-Set-Version. Wenn Karten-Set zwischen Runden ändert, neue Runde nicht direkt vergleichbar. IA-Iterationen separat versionieren.
- Offene Fragen sind als Follow-up notiert.
- Der nächste Review oder Entscheidungspunkt ist terminiert.