Meine Session planen
Plane einen konkreten Arbeitsblock mit Agenda, Rollen, Vorbereitung und kopierbarem Ergebnisartefakt.
Session: arc42
Der Plan übersetzt die Methode in einen konkreten moderierten Arbeitsblock. Die Eingaben fließen direkt in Session Brief und Arbeitsartefakt.
Methoden-Session mit 1-4. Der Plan nutzt die vorhandene Methodenlogik und das Run Sheet.
Run Sheet- 1
Kapitel 1-2: Einführung, Ziele, Constraints
2-3 hAufgabenstellung in 5-10 Sätzen. Drei bis fünf Qualitätsziele in priorisierter Reihenfolge. Stakeholder-Tabelle mit Informationsbedarf. Constraints (technisch, organisatorisch, konventionell). Hinweis: Qualitätsziele müssen priorisiert sein. Wer alle Quality Attributes als „wichtig“ markiert, hat keine Entscheidungsgrundlage und das Dokument wird beliebig. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorArchitecture Document - 2
Kapitel 3-4: Kontext und Lösungsstrategie
3-4 hBusiness Context und Technical Context als Diagramm plus Tabelle. Lösungsstrategie (Architekturansatz, Top-Level-Entscheidungen, Frameworks) als 1-2-seitige Zusammenfassung. Hinweis: Kapitel 4 ist KEIN Detail-Design, sondern die Kurz-Antwort auf „wie ist das System gebaut“. Mehr als 2 Seiten ist zu viel, dann gehört es in Kapitel 5. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorContext View - 3
Kapitel 5: Bausteinsicht
3-5 hWhitebox-Sicht in 2-3 Ebenen (C4-Container, C4-Component). Pro Baustein: Verantwortlichkeit, Schnittstellen, Erfüllte Anforderungen. Keine Code-Klassen. Hinweis: Nicht jeder Baustein braucht eine Whitebox. Nur die mit Komplexität oder Risiko. Sonst explodiert das Dokument und niemand liest weiter. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorRuntime View - 4
Kapitel 6-7: Laufzeitsicht und Verteilungssicht
3-4 hLaufzeit: 3-5 wichtige Szenarien als Sequenzdiagramme. Verteilung: Hardware/Cloud-Topologie mit Knoten, Netzwerken, Deployment-Einheiten. Hinweis: Szenarien auswählen, die Architektur-Entscheidungen sichtbar machen (Failover, Skalierung, kritische Pfade). Happy-Path-Sequenz ist Beiwerk. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorDeployment View - 5
Kapitel 8-9: Querschnitt und Entscheidungen
2-3 hQuerschnittliche Konzepte (Sicherheit, Logging, Fehlerbehandlung, Persistenz). Architekturentscheidungen als Liste mit ADR-Links und kurzer Begründung. Hinweis: Konzepte konkret, nicht generisch. „Logging via ELK mit Trace-ID-Korrelation“ schlägt „Logging ist wichtig“. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorArchitecture Document - 6
Kapitel 10-12: Qualität, Risiken, Glossar
2-3 hQualitätsszenarien (idealerweise aus QAW) tabellarisch. Technische Risiken und Schulden mit Owner und Eskalationsstand. Glossar mit Domain- und Tech-Begriffen. Hinweis: Risiken offen benennen. Eine arc42-Doku ohne Risiken-Kapitel ist Marketing-Material, kein Architekturdokument. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
OwnerContext View - 7
Artefakt veröffentlichen
10 minArtefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
OwnerArchitecture Document
Session Brief
Für Einladung, Board, Ticket, PR-Beschreibung oder Workshop-Notiz.
# Session Brief: arc42
## Ziel
Artefakt: Architecture Document
## Arbeitsfrage
Welche Architektur-Entscheidungen, Strukturen und Qualitätsmerkmale braucht der Leser, um das System verstehen, betreiben und weiterentwickeln zu können?
## Kontext
Aktuelle System-Übersicht; Liste der externen Schnittstellen; bekannte Qualitätsziele (möglichst aus Quality Attribute Workshop); Constraints (regulatorisch, technisch, organisatorisch); existierende Diagramme.
## Setup
- Format: Methoden-Session
- Dauer: 1-2 Tage initial, danach Pflege in 1-2 h pro Sprint
- Modus: Workshop oder async
- Teilnehmende: Ein Hauptverfasser (oft Architekt oder Tech Lead) als Owner; ein bis drei Reviewer aus Engineering und Ops; optional Stakeholder aus Business für Kapitel 1 (Ziele).
- Owner: Ein Hauptverfasser (oft Architekt oder Tech Lead) als Owner
- Beteiligungsmodus: Teamrunde, gemeinsames Arbeiten und Alignment
- Ergebnislogik: Artefakt fertigstellen
## Beteiligungslogik
Nutze die Session für gemeinsames Verständnis. Beiträge werden sichtbar gesammelt, Annahmen werden abgeglichen und offene Unterschiede bleiben im Artefakt nachvollziehbar.
## Ergebnislogik
Die Session arbeitet direkt auf Architecture Document hin. Das Artefakt soll nach der Session teilbar, reviewbar oder weiterverwendbar sein.
## Input
arc42-Template (Markdown-Variante von arc42/arc42-template auf GitHub); Diagramm-Tool (PlantUML, Structurizr, draw.io); Repo-Verzeichnis `docs/architecture/`; Glossar-Datei; Links auf ADR-Verzeichnis und ggf. C4-Diagramme.
## Vorbereitung
Template-Repository klonen, in `docs/architecture/` als Markdown-Struktur ablegen. Kapitel 1-12 als eigene Dateien oder eine zusammenhängende. Konvention für Diagrammeinbindung festlegen (z. B. PlantUML im Repo, gerendert beim Build).
## Agenda
1. Kapitel 1-2: Einführung, Ziele, Constraints (2-3 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Aufgabenstellung in 5-10 Sätzen. Drei bis fünf Qualitätsziele in priorisierter Reihenfolge. Stakeholder-Tabelle mit Informationsbedarf. Constraints (technisch, organisatorisch, konventionell). Hinweis: Qualitätsziele müssen priorisiert sein. Wer alle Quality Attributes als „wichtig“ markiert, hat keine Entscheidungsgrundlage und das Dokument wird beliebig. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Architecture Document
2. Kapitel 3-4: Kontext und Lösungsstrategie (3-4 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Business Context und Technical Context als Diagramm plus Tabelle. Lösungsstrategie (Architekturansatz, Top-Level-Entscheidungen, Frameworks) als 1-2-seitige Zusammenfassung. Hinweis: Kapitel 4 ist KEIN Detail-Design, sondern die Kurz-Antwort auf „wie ist das System gebaut“. Mehr als 2 Seiten ist zu viel, dann gehört es in Kapitel 5. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Context View
3. Kapitel 5: Bausteinsicht (3-5 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Whitebox-Sicht in 2-3 Ebenen (C4-Container, C4-Component). Pro Baustein: Verantwortlichkeit, Schnittstellen, Erfüllte Anforderungen. Keine Code-Klassen. Hinweis: Nicht jeder Baustein braucht eine Whitebox. Nur die mit Komplexität oder Risiko. Sonst explodiert das Dokument und niemand liest weiter. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Runtime View
4. Kapitel 6-7: Laufzeitsicht und Verteilungssicht (3-4 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Laufzeit: 3-5 wichtige Szenarien als Sequenzdiagramme. Verteilung: Hardware/Cloud-Topologie mit Knoten, Netzwerken, Deployment-Einheiten. Hinweis: Szenarien auswählen, die Architektur-Entscheidungen sichtbar machen (Failover, Skalierung, kritische Pfade). Happy-Path-Sequenz ist Beiwerk. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Deployment View
5. Kapitel 8-9: Querschnitt und Entscheidungen (2-3 h)
Owner: Facilitator
Aktion: Querschnittliche Konzepte (Sicherheit, Logging, Fehlerbehandlung, Persistenz). Architekturentscheidungen als Liste mit ADR-Links und kurzer Begründung. Hinweis: Konzepte konkret, nicht generisch. „Logging via ELK mit Trace-ID-Korrelation“ schlägt „Logging ist wichtig“. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Architecture Document
6. Kapitel 10-12: Qualität, Risiken, Glossar (2-3 h)
Owner: Owner
Aktion: Qualitätsszenarien (idealerweise aus QAW) tabellarisch. Technische Risiken und Schulden mit Owner und Eskalationsstand. Glossar mit Domain- und Tech-Begriffen. Hinweis: Risiken offen benennen. Eine arc42-Doku ohne Risiken-Kapitel ist Marketing-Material, kein Architekturdokument. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Context View
7. Artefakt veröffentlichen (10 min)
Owner: Owner
Aktion: Artefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
Output: Architecture Document
## Abschluss
- Ergebnisartefakt aktualisieren: Architecture Document
- Ablageort, Version und Review-Empfänger festlegen.
- Owner, nächster Schritt und Reviewtermin festlegen.Arbeitsartefakt
Vorgefüllter Startpunkt auf Basis der passenden Vorlage.
# Architecture Document: arc42
## Arbeitsfrage
Welche Architektur-Entscheidungen, Strukturen und Qualitätsmerkmale braucht der Leser, um das System verstehen, betreiben und weiterentwickeln zu können?
## Kontext
Aktuelle System-Übersicht; Liste der externen Schnittstellen; bekannte Qualitätsziele (möglichst aus Quality Attribute Workshop); Constraints (regulatorisch, technisch, organisatorisch); existierende Diagramme.
## Beteiligte
- Owner: Ein Hauptverfasser (oft Architekt oder Tech Lead) als Owner
- Teilnehmende: Ein Hauptverfasser (oft Architekt oder Tech Lead) als Owner; ein bis drei Reviewer aus Engineering und Ops; optional Stakeholder aus Business für Kapitel 1 (Ziele).
## Input
arc42-Template (Markdown-Variante von arc42/arc42-template auf GitHub); Diagramm-Tool (PlantUML, Structurizr, draw.io); Repo-Verzeichnis `docs/architecture/`; Glossar-Datei; Links auf ADR-Verzeichnis und ggf. C4-Diagramme.
## Vorlage
# arc42 Arbeitsvorlage
## Ziel
Pragmatisches Template für strukturierte, lebendige Softwarearchitektur-Dokumentation.
## Kontext
Wann und wofür nutzen wir diese Methode?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?
## Durchführung
Kurze Notizen entlang des Run Sheets.
## Ergebnisartefakte
- Architecture Document:
- Context View:
- Runtime View:
- Deployment View:
## Annahmen und offene Fragen
- ...
## Entscheidung / Nächster Schritt
Owner, Datum und Erfolgssignal.
## Fertigstellungscheck
- Architecture Document ist vollständig genug für Review:
- Ablageort:
- Version / Status:
- Review durch:
- Nächster Schritt:
## Nächster Schritt
- Ergebnis prüfen
- offene Fragen markieren
- Review oder Entscheidung terminierenarc42 Arbeitsvorlage
# arc42 Arbeitsvorlage
## Ziel
Pragmatisches Template für strukturierte, lebendige Softwarearchitektur-Dokumentation.
## Kontext
Wann und wofür nutzen wir diese Methode?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen, Entscheidungen oder Materialien liegen vor?
## Durchführung
Kurze Notizen entlang des Run Sheets.
## Ergebnisartefakte
- Architecture Document:
- Context View:
- Runtime View:
- Deployment View:
## Annahmen und offene Fragen
- ...
## Entscheidung / Nächster Schritt
Owner, Datum und Erfolgssignal.- Arbeitsfrage, Owner und Zielartefakt sind sichtbar.
- Das Ergebnis passt zu Architecture Document.
- Doku versioniert im selben Repo wie der Code. Änderungen via Pull Request mit Architektur-Reviewer. Releases der Doku gekoppelt an System-Releases (Tag), sodass jede Code-Version eine passende Doku hat.
- Offene Fragen sind als Follow-up notiert.
- Der nächste Review oder Entscheidungspunkt ist terminiert.